LinuxBIOS unterstützt Gigabyte-Mainboard

Aktuelles Mainboard mit Sockel AM2 und nForce-Chipsatz

Das freie LinuxBIOS unterstützt jetzt auch ein aktuelles Mainboard für Desktop-Systeme. Die Portierung auf das Gigabyte-Board mit Sockel AM2 und nForce-Chipsatz übernahm ein AMD-Mitarbeiter, der den entsprechenden Code unter der GPL veröffentlichte. Neben dem Ziel, einen Computer komplett mit freier Software zu betreiben, soll das LinuxBIOS auch ganz praktische Vorteile wie eine kürzere Startzeit bieten.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Das Gigabyte M57SLI-S4 ist mit dem Sockel AM2 und dem Nvidia-nForce-Chipsatz 570 SLI ausgerüstet. Den entsprechenden BIOS-Code entwickelte ein AMD-Mitarbeiter, wie nun auf der Kernel-Mailingliste bekannt gegeben wurde. Der notwendige Quellcode, um das LinuxBIOS selbst auf dem Mainboard einzusetzen, ist über das Subversion-Repository des LinuxBIOS-Projektes erhältlich.

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Damit ist das LinuxBIOS nun auch auf aktuellen PCs angekommen, unterstützt es doch bisher hauptsächlich Mainboards, die in Embedded-Geräten wie Set-Top-Boxen zum Einsatz kommen. Auch das Projekt "One Laptop Per Child" (OLPC) greift auf das freie BIOS zurück. Neben der Idee, einen Computer komplett mit freier Software zu betreiben, stehen auch praktische Funktionen wie automatische Konfiguration und kürzere Bootzeiten bei der Entwicklung im Vordergrund. Zudem wird auf einem PC mit LinuxBIOS kein proprietäres BIOS-System mehr benötigt, das häufig mit Fehlern behaftet ist - gerade auf Notebooks sorgt dies häufig für Ärger, möchte man ein anderes Betriebssystem als Windows einsetzen. LinuxBIOS wurde in C geschrieben und kommt praktisch ohne Assembler-Code aus.

Theoretisch könnte LinuxBIOS auf sämtlichen Mainboards zum Einsatz kommen, sagte Projekt-Gründer Ronald G. Minnich kürzlich in einem Interview. Allerdings habe man hier dasselbe Problem wie Linux-Kernel-Entwickler bei der Treiberprogrammierung: Die meisten Hersteller wollen ihre Spezifikationen nicht offen legen. Probleme bereitet den LinuxBIOS-Entwicklern außerdem das Extensible Firmware Interface (EFI). Sofern EFI zum Einsatz kommt, sei es nicht möglich, ein komplettes Open-Source-BIOS zu schreiben, so Minnich, da EFI nur eine binäre Schnittstelle zur Verfügung stellt, um geistiges Eigentum zu schützen.

Das 1999 im Los Alamos National Laboratory gestartete LinuxBIOS-Projekt wird schon seit längerem von der Free Software Foundation und seit kurzem auch von Google unterstützt.

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Anonymous 24. Feb 2007

LinuxBIOS ist kein BIOS im Sinne von dem was man seit den 80ern von seinen PCs kennt. Es...

Relus 24. Feb 2007

Da hätte ich mal ne Frage zu: Bei Wikipedia findet sich zu "plonk" u.A. Folgendes...

tan1 23. Feb 2007

...immer noch einen Chip bei laufendem Rechner austauschen?

supertyp86MG 23. Feb 2007

LoL wie geil



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