Abo
  • Services:

Musikindustrie orientierungslos bei DRM

Der Musikkonzern EMI, Heimat des größten Musikverlages und des viertgrößten Plattenlabels weltweit, überlegt zurzeit, seine Musik zukünftig ohne DRM zu verkaufen. Zeitungsberichten zufolge soll sich das Unternehmen bereits in konkreten Gesprächen mit großen Online-Musikanbietern - darunter Apple - befinden.

Stellenmarkt
  1. Amprion GmbH, Pulheim
  2. Robert Bosch GmbH, Wetzlar

Die Vorstellung einer DRM-freien Welt wurde von Verbrauchern begrüßt und von der schockierten Musikindustrie zurückgewiesen. "Scheinheilig" sei Jobs' Argumentation, da seine Firma den Markt für DRM-gesicherte Musik schließlich dominieren würde. Das Problem sei, hieß es von verschiedenen Seiten, nicht DRM an und für sich, sondern nur die fehlende Interoperabilität. Wenn Apple sein proprietäres DRM-System FairPlay bloß an andere lizenzieren würde, könnte man das Problem aus der Welt schaffen.

Fred Amoroso, Chef des DRM-Spezialisten Macrovision, erklärte sich sofort bereit, sein Unternehmen an die Spitze einer Bewegung für kompatible DRM-Systeme zu stellen. DRM "reicht weiter als Musik", "erhöht den Nutzen für die Anwender statt ihn zu verringern" und "wird die elektronische Distribution verbreitern", so Amoroso in seinem offenen Brief an Steve Jobs. Das einzige Problem sei, dass "DRM offen und interoperabel sein müsse". "Wir von Macrovision sind bereit, eine solche industrieweite Anstrengung anzuführen. Wenn es Ihr Wunsch ist, werden wir auch die Verantwortung für FairPlay [...] übernehmen."

Der zu erwartenden Forderung nach einer Öffnung von FairPlay hatte Jobs allerdings in seinem offenen Brief schon vorbeugend den Wind aus Segeln genommen. Die Sicherheit der Musik der großen Major-Labels sei für den Fall, dass FairPlay lizenziert würde, nicht mehr zu gewährleisten, da zu viele Leute Einblick in die Technik hätten und Sicherheitslücken ausnutzen könnten.

Es ist allerdings fraglich, ob Apple diese Position noch lange wird verteidigen können. Der Druck durch nationale und europäische Wettbewerbshüter und Verbraucherschützer nimmt beständig zu und könnte Apple am Ende dazu zwingen, sein DRM-System für Lizenznehmer zu öffnen. Ob damit das DRM-Dilemma der Musikindustrie aus der Welt zu schaffen wäre, scheint der Jupiter-Research-Umfrage zufolge keineswegs sicher zu sein. [von Robert A. Gehring]

 Musikindustrie orientierungslos bei DRM
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. und 4 Spiele gratis erhalten

Bösewicht 22. Feb 2007

Wenn ich aber Lust habe, einer alten Frau das Geld zu rauben, dann tu ich das, egal...

DamoklesT 21. Feb 2007

Die Musikindustrie (Majors) verheizt Künstler bzw. Pseudokünstler. Sie arbeitet nicht...

The Troll 21. Feb 2007

Lest doch die Anzeige... du bist nur MOEGLICHER GEWINNER. Genau wie bei jedem...

UloPe 21. Feb 2007

Die MI weis das DRM nichts bringt und dem Geschäft schadet und ändert trotzdem nichts...

NurUser 21. Feb 2007

Sorry, Doppelpost!


Folgen Sie uns
       


Alt gegen neu - Model M im Test

Das US-Unternehmen Unicomp bietet Tastaturen mit Buckling-Spring-Schalter an - so wie sie einst bei IBMs Model-M-Modellen verwendet wurden. Die Kunststoffteile sind zwar nicht so hochwertig wie die des Originals, die neuen Model Ms sind aber dennoch sehr gute Tastaturen.

Alt gegen neu - Model M im Test Video aufrufen
Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

    •  /