Freier NTFS-Treiber für Linux ist fertig
Das "Filesystem in Userspace", kurz FUSE, wurde ursprünglich für Linux entwickelt, um unabhängig vom Kernel Dateisysteme einzubinden. Die Dateisystemtreiber laufen so komplett im Userspace ab, wodurch erstens das jeweilige Dateisystem vom Kernel nicht unterstützt werden muss und zweitens auch Nutzer ein Dateisystem einbinden können, die für den üblichen Weg nicht genügend Rechte haben. FUSE gibt es auch für einige BSD-Varianten sowie für MacOS X.
Bereits bei Erscheinen des Release Candidates von NTFS-3G gaben die Entwickler an, dieser sei weitgehend stabil. Da nun keine weiteren Fehler gefunden wurden, wurde er als Version 1.0 veröffentlicht. Im Gegensatz zu dem derzeit im Kernel enthaltenen NTFS-Treiber kann NTFS-3G auch neue Dateien erstellen. Dateirechte unterstützt der Treiber hingegen nicht.
NTFS-3G benötigt mindestens FUSE 2.6 und warnt, sofern das fehlerhafte Modul der Version 2.6.2 installiert ist. Beim Einbinden von NTFS-Partitionen können auf Wunsch sämtliche Mount-Optionen wie "umask" und "fmask" verwendet werden. Über die vor der Veröffentlichung gemachten Tests(öffnet im neuen Fenster) und über die Geschwindigkeit(öffnet im neuen Fenster) des Treibers geben die Programmierer auf der Projektseite Auskunft.
Mit Ntfs-Config(öffnet im neuen Fenster) gibt es auch ein grafisches Werkzeug, um Partitionen über NTFS-3G einzuhängen. Die Version 1.0 des unter der GPL veröffentlichten Dateisystemtreibers steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.
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