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Intel-Patent: Kühlere Notebooks durch Lichtsensoren

Thermochromatische Farbe statt mehrerer Thermometer. In den USA ist Intel ein Patent zugesprochen worden, das für neue Kühlungstechniken bei Mobilrechnern sorgen könnte. Statt die Temperaturen nur an einzelnen Punkten zu messen, wird sie über Lichtsensoren an der gesamten Innenseite des Gehäuses erkannt, so dass sich "Hot Spots" vermeiden lassen.
/ Nico Ernst
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Bei immer kleineren und flacheren Notebooks wird neben der allgemeinen Wärmeabfuhr über Lüfter die Aufheizung der Außenhaut zum Problem. Manche High-End-Notebooks kann man nicht mehr längere Zeit auf dem Schoß betreiben, weil sie schlicht zu warm werden. Die Messung der Temperaturen, beispielsweise über Dioden in den Chips, gibt aber immer nur Auskunft über einen bestimmten Teil des Geräts.

Intel hat sich daher in einem Patent(öffnet im neuen Fenster) eine andere Methode sichern lassen. Die Innenseite des Gehäuses wird mit einer thermochromatischen Farbe versehen. Diese Materialien reflektieren einfallendes Licht je nach Temperatur in einer anderen Farbe. Das Licht soll durch eine gleichmäßige Beleuchtung im Inneren des Notebooks gesichert werden. Ein optischer Sensor, der verschiedene Farben besonders gut erkennt – Intel schlägt beispielsweise Halbleiter mit Cadmium-Sulfid vor -, soll die Wellenlängen des von der thermochromatischen Farbe reflektierten Lichts dann auswerten.

Dazu kommen noch einige Controller-Chips, die beispielsweise Lüfter steuern können. Aber auch das Heruntertakten der Bauteile des Notebooks sieht das Konzept vor. Hat beispielsweise der Prozessor bei der Wiedergabe eines Videos wenig zu tun und ist auch die Grafikkarte nicht voll ausgelastet, kann das Notebook durch Heruntertakten der GPU kühler gehalten werden, ohne dass die Lüfter anspringen müssen. Die großflächige Messung der Temperaturverteilung soll außerdem wesentlich genauer arbeiten als die bisherigen Thermosensoren.

Die bisher vor allem bei Gaming-Notebooks als Show-Effekt aus dem Gehäuse strahlenden Leuchtdioden könnten in Zukunft bald mehr als nur Selbstzweck sein.


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