Spieletest: Rocky Balboa - Altherrenboxen für Film-Fans
Umsetzung für die PSP bietet kurzweilige Unterhaltung. Passend zum neuerlichen Leinwandauftritt des in die Jahre gekommenen Rocky alias Sylvester Stallone schickt Ubisoft mit Rocky Balboa auch ein weiteres Rocky-Lizenzspiel in den Ring – nachdem frühere Titel für diverse Systeme erschienen, wird diesmal allerdings nur die PSP bedacht. Wie viel Spaß man mit diesem Programm hat, hängt dabei ganz entscheidend davon ab, wie gut die bisherigen Kinofilme verinnerlicht wurden.
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Rocky Balboa fasst alle wichtigen Kämpfe der bisherigen Rocky-Leinwandstreifen zusammen – nach und nach darf somit gegen all die bösen Kontrahenten geboxt werden, die Rocky in den vergangenen Jahrzehnten das Leben schwer gemacht haben, etwa Yvan Drago und Apollo Creed. Dieser vermeintliche Karriere-Modus funktioniert streng linear: Jeder Sieg schaltet eine neue Paarung frei, und mit der Zeit darf dann auch nicht mehr nur mit Rocky selbst, sondern auch in der Rolle der diversen berühmten Widersacher gekämpft werden. Alternativ kann sich die Zeit aber auch in einem schnellen Kampf oder einem Schauboxen vertrieben werden.
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Die Entwickler haben bei Rocky Balboa versucht, einen guten Mittelweg aus Zugänglichkeit und Komplexität zu finden – was ihnen zumindest teilweise geglückt ist. Die einzelnen Kämpfe bieten durchaus Raum für Taktik, sämtliche Tasten wurden recht intelligent mit diversen Aktionen und Manövern belegt; eine gewisse Einarbeitungszeit ist aber auf jeden Fall nötig, um das Ganze nicht zu einem unkoordinierten Knöpfchendrücken ausarten zu lassen.
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Schade nur, dass sich auf Dauer fast jede Herausforderung gleich anfühlt und die grundsätzliche Vorgehensweise im Grunde immer dieselbe ist. Für etwas Abwechslung sorgen da glücklicherweise Dinge wie der Kampfrausch, in den man sich nach einigen geglückten Schlagkombinationen hineinsteigert – und in dem jeder weitere Treffer dann besonders verheerende Wirkung hat.
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Optisch ist Rocky Balboa eine zwiespältige Angelegenheit: Gut modellierten Boxern stehen eher detailarme und sich beständig wiederholende Schauplätze gegenüber; Fans der Leinwandvorlagen können sich zumindest über zahlreiche Filmschnipsel freuen, die die einzelnen berühmten Kämpfe einleiten.
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Einen Online-Modus gibt es nicht, zumindest aber einen Mehrspieler-Modus, in dem via WLAN Konkurrenten herausgefordert werden können. Ärgerlich sind hier nur – wie im Einzelspieler-Modus allerdings auch – die wie bei so vielen anderen PSP-Spielen auch ausufernden Ladezeiten.
Rocky Balboa erscheint exklusiv für Sonys PSP und kostet etwa 50,- Euro.
Fazit: Rocky Balboa ist mit Sicherheit kein Lizenzschrott – vor allem Anhänger der Filme werden sich über die recht gelungene Inszenierung der diversen Boxkämpfe freuen. Eine spielerische Offenbarung ist der Titel allerdings auch nicht, sondern eher ein nettes Boxspiel für zwischendurch; wer einen dauerhaft motivierenden Karrieremodus und auch nach vielen Spielstunden noch abwechslungsreiches Kampfgeschehen sucht, wird hier nur begrenzt glücklich.