DRM-Entwickler reichen Steve Jobs die Hand
Coral ist dabei kein eigener Anbieter von DRM-Systemen, der diese gewinnbringend an die Anbieter von Inhalten und Geräten verkaufen will. Das Konsortium wurde 2004 unter anderem von Sony, Hewlett-Packard, Philips, Samsung und Twentieth Century Fox gegründet, um ein Software-Framework zu schaffen, das mehrere DRM-Systeme auf einem Gerät benutzbar macht.
Nach eigenen Angaben ist das mit dem Windows-DRM "Janus" auch gelungen – auch wenn Microsoft nicht Mitglied von Coral ist. Dafür finden sich mit Sony BMG, Sony Pictures, Warner Music, EMI Music, Universal Music und den Branchenverbänden MPAA und IFPI bereits viel Unterstützer von Coral im Konsortium.
Da Jobs sich in seinen "Thoughts on Music" für eine Abschaffung jeglichen DRMs ausgesprochen habe, unter anderem, weil man das Apple-System "FairPlay" aus Sicherheitsgründen nicht lizenzieren könne, schlägt Coral dem Apple-Mitbegründer nun den umgekehrten Weg vor.
Würde Apple Coral unterstützen, so könnten – meint das Konsortium – auch im iTunes Music Store gekaufte Stücke auf Microsoft-Playern laufen. Dafür sei es weder nötig, FairPlay offen zu legen, noch dafür Lizenzen zu vergeben.