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Scharfe Handyfotos ab 12 cm bis unendlich

Linsen-Chip-Kombination für bis zu 10 Megapixel. Der Anbieter von CMOS-Kamerachips, Omnivision, hat mit TrueFocus eine Linse für Fotohandys auf dem 3GSM Congress in Barcelona vorgestellt, die im Bereich von 12 cm bis unendlich scharfstellt. Dazu nutzt der Hersteller ein Fest-Fokus-System mit einer abgewandelten Linse und einen Algorithmus, der speziell auf dieses Linsensystem ausgerichtet ist. Als Sensor wird weiterhin ein CMOS-Sensor verwendet.
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Eigentlich handelt es sich hierbei um einen einfachen Trick, um einen größeren Schärfebereich zu erzeugen: Das Fokussiersystem besteht aus drei Linsen, von denen die mittlere nicht symmetrisch oder asymmetrisch geformt ist, wie es bei Foto-Optiken normalerweise der Fall ist, sondern unregelmäßig wie eine zerklüftete Mondlandschaft. Dadurch entstehen Unschärfen, die eine gewollte Verzerrung des Bildes erzeugen und mit einem Bildprozessor von Omnivision wieder weggerechnet werden können, so dass ein scharfes Bild ab 12 cm bis unendlich entsteht.

Diese Technik eignet sich für Digitalkameras mit Auflösungen von 1 bis 10 Megapixel. Handyhersteller müssen in ihren Kamera-Mobiltelefonen 8 x 8 x 6 mm Platz einräumen. Der Vorteil der Linse besteht darin, dass sie anders als ein Autofokus keine Zeit braucht, um scharf zu stellen. Außerdem soll sie wenig Akkuleistung verbrauchen. Beim Fotografieren gibt der Hersteller einen Energieverbrauch von 55 mA für einen 3,2-Megapixel-Sensor an.

Derzeit ist TrueFocus noch im Stadium eines Prototypen, erste Fotohandys mit dieser Scharfstelltechnik sollen Ende 2007 auf den Markt kommen.


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