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Microsoft: IBM zwingt Nutzern ODF auf

Offener Brief über OpenDocument und Open XML

In einem offenen Brief wirft Microsoft IBM vor, die Standardisierung des Open-XML-Formates durch eine Kampagne blockieren zu wollen. Das von Microsoft für Office entwickelte Open-XML-Format liegt derzeit der International Organization for Standardization (ISO) zur Standardisierung vor. Das von IBM bevorzugte OpenDocument-Format hingegen ist bereits ein ISO-Standard.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

In einem offenen Brief wirft Microsoft seinem Konkurrenten IBM vor, den Standardisierungsprozess des Open-XML-Formates zu behindern. Microsoft beschreibt seine Bemühungen, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Softwareprodukten sicherzustellen und verbucht für sich als Erfolg, dass sowohl Corel als auch Novell Open XML in WordPerfect bzw. OpenOffice.org unterstützen wollen. Letzteres resultiert allerdings aus dem zwischen Microsoft und Novell geschlossenen Abkommen.

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Microsoft richte sich nach den Wünschen seiner Kunden, die Innovationen, Interoperabilität und vor allem freie Wahl fordern würden. Daher habe man sich für ein XML-Format entschieden, das von verschiedenen Microsoft-Office-Versionen unterstützt wird. Um Unternehmen und Regierungseinrichtungen den Einsatz zu erleichtern, strebe man eine Standardisierung des Open-XML-Formates an, deren erster Schritt durch die Anerkennung der Ecma bereits abgeschlossen wurde. Derzeit liegt Open XML auch der ISO zur Standardisierung vor.

Bei der Anerkennung von Open XML als Ecma-Standard habe IBM die einzige Gegenstimme abgegeben, so Microsoft. Und auch IBM sei als einziger Beteiligter dagegen gewesen, dass Open XML bei der ISO eingereicht werde. Dabei seien OpenDocument und Open XML mit unterschiedlichen Zielen gestaltet worden und würden unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen, so Microsoft. Es gehe nur um zwei weitere Dokumentenformate für unterschiedliche Ansprüche des Marktes, heißt es in dem Brief weiter.

Open XML wurde bei der ISO für das so genannte "Fast Track"-Verfahren eingereicht, in dem der Standardisierungsprozess nach einigen Monaten abgeschlossen ist. Während Microsoft keine Anstalten gemacht habe, die OpenDocument-Standardisierung aufzuhalten, leite IBM nun eine Kampagne gegen Open XML an. Demnach solle Open XML gar nicht weiter betrachtet werden, da bereits ein offenes Dokumentenformat standardisiert wurde. Ebenso sei es bezeichnend, dass IBM Open XML in seinen Produkten nicht unterstütze. IBM zwinge das OpenDocument-Format Nutzern auf und schränke damit die Wahl der Kunden ein.

Dies würde dazu führen, dass das erste standardisierte Format gewählt werde, unabhängig von seinen technischen Vorzügen. Unterzeichnet ist der Brief von den Microsoft-Managern Tom Robertson, General Manager Interoperability & Standards, sowie Jean Paoli, General Manager Interoperability & XML Architecture.

OpenDocument wurde von der OASIS entwickelt und 2006 als ISO-Standard anerkannt. Seitdem erhielt es einige Unterstützung von Regierungsstellen in den USA und Europa. Als Antwort auf das OpenDocument-Format und das Verlangen nach einem offenen Dokumentenformat stellte Microsoft 2005 Open XML vor. Dieses erntete bereits von verschiedenen Seiten Kritik - im Allgemeinen lautet der Vorwurf, Open XML sei nicht komplett offen und Microsoft wolle weiterhin die Kontrolle über das Dateiformat behalten, um es so zu nutzen, um seine Marktmacht weiter auszubauen.



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BSDDaemon 20. Feb 2007

Du magst es kaum glauben... aber man kann RPM Installationen anpassen :schock: Naja wer...

BSDDaemon 20. Feb 2007

Alle Aussagen kann ich guten Gewissens vertreten und rechtlich absichern. Ich bewege...

AlgorithMan 20. Feb 2007

wen interessiert schon groß- und kleinschreibung? meine sätze sind meistens grammatisch...

BSDDaemon 16. Feb 2007

Wirklich Freitag... ansatt beim Thema zu bleiben und ernsthaft und überlegt auf...

Melanchtor 16. Feb 2007

Du willst dich mal ernsthaft über die Verbreitung verschiedener Officepakete z.B. in den...


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