Samsung-LCD erhält Bilddaten per USB
Nach der kurzen Installation bindet er sich als weiteres Display in das System ein und kann auch als primärer Monitor eingesetzt werden. Wie gewohnt kann man das USB-Kabel auch im Betrieb an- und abstecken, um dem PC-System einen weiteren Monitor hinzuzufügen oder zu entfernen.
Die Treibersoftware sorgt dafür, dass nur die Daten per USB 2.0 zum LCD übertragen werden, die sich auch verändert haben. Das spart Bandbreite und erlaubt laut Samsung den Anschluss von bis zu 7 Displays per USB an einem PC oder Notebook. Die Displays können den Inhalt des primären Bildschirms spiegeln oder auch als eigenständige Displays angesteuert werden.
In einem ersten Test war unter Windows XP und normalen 2D-Büroanwendungen kein Unterschied zwischen dem USB-Display und einem VGA-Display auszumachen. Das Verschieben von Fenstern geschah ohne jede Verzögerung. Auch das Abspielen eines Filmes im Fullscreen-Modus mit 1.280 x 1.024 Bildpunkten lief ruckelfrei.
Da aber der Prozessor die Bildschirmdaten über das USB-Kabel schicken muss, kostet das Leistung. Auch wird es beim Anschluss mehrerer Displays wohl zu Bandbreitenproblemen kommen. Der Einsatz mit schnellen Spielen erscheint wenig sinnvoll, da die Datenmenge selbst für USB 2.0 zu groß ist.
Samsung sieht als Einsatzgebiet vor allem Business-Kunden, wie etwa Börsenmakler, die per USB kostengünstig weitere LCDs an einen PC oder Notebook anschließen können. Aber auch Notebook-User dürften sich über die einfache Erweiterbarkeit des Systems um weitere Displays freuen.
Bisher gibt es einen Beta-Treiber nur für Windows XP und bald auch für Windows Vista. Für Linux- und Mac-Systeme scheint es noch keine Treiber zu geben.
Einen Preis für den SyncMaster 940 UX konnte Samsung noch nicht nennen. Nach Einschätzung eines Samsung-Produkt-Managers wird der Euro-Preisaufschlag im Vergleich zu einem normalen Monitor im moderaten zweistelligen Bereich liegen. [von David Göhler]