Ubuntu weiterhin mit proprietären Treibern
Über zwei Punkte hatte der technische Rat zu entscheiden(öffnet im neuen Fenster) , zum einen über in der Linux-Distribution enthaltene proprietäre Treiber. Bisher liefert Ubuntu diese mit, installiert sie jedoch nicht standardmäßig.
3D-Desktop-Techniken wie Xgl funktionieren allerdings beispielsweise nicht mit den freien Nvidia-Treibern des X.org-X-Servers. Der Rat entschloss sich jedoch, proprietäre Treiber auch weiterhin in Ubuntu zu lassen, aber auch in Zukunft nicht automatisch zu installieren. Die nächste für Mitte April 2007 geplante Version Feisty Fawn soll daher auch 3D-Desktops nicht automatisch aktivieren.
Den Nutzern soll es aber so einfach wie möglich gemacht werden, entsprechende Treiber nachzuinstallieren und grafische Effekte einzuschalten. Da die Standardkonfiguration von Ubuntu auch in Zukunft keine proprietären Treiber enthalten soll, wollen die Entwickler vor allem den Nouveau-Treiber(öffnet im neuen Fenster) unterstützen, ein freier Treiber für Nvidia-Grafikkarten, der einmal volle 3D-Beschleunigung bieten soll.
Zum anderen war über die Zukunft der PowerPC-Variante zu entscheiden. Da Apple auf Intel-Hardware umgestellt hat, sinke die Nachfrage nach einer PowerPC-Portierung, so die Ubuntu-Entwickler. Ubuntu 7.04 wird daher nur noch in einer inoffiziellen Version für die PowerPC-Plattform erscheinen, für die es keine garantierte Versorgung mit Sicherheits-Updates gibt.
Ubuntu 6.06 LTS, das für den Unternehmenseinsatz gedacht ist, wird allerdings auch bis 2011 noch in der PowerPC-Variante unterstützt.