SCO sucht Pamela Jones
Die Webseite Groklaw verfolgt seit einigen Jahren den Prozess zwischen SCO und IBM , in dem es um angeblich aus Unix in Linux gewanderte Quelltexte geht, die somit SCOs Copyright verletzen würden. Auch den anderen durch SCO angestrengten Verfahren widmet sich Groklaw. Wie Forbes berichtet(öffnet im neuen Fenster) möchte SCO, dass die Groklaw-Betreiberin Pamela Jones in dem Prozess aussagt. Zu diesem Zweck wurde versucht, ihr eine Vorladung zuzustellen. Doch an der vermuteten Adresse war Jones nicht zu finden. Warum Jones aussagen soll, wollte SCO gegenüber Forbes nicht kommentieren. Und auch Jones selbst antwortete nicht auf E-Mail-Anfragen von Forbes.
Am 10. Februar 2007 schrieb Jones auf Groklaw, dass sie aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegen werde(öffnet im neuen Fenster) . SCOs Vorladung wurde darin nicht erwähnt. Während auf Groklaw keine Adresse zu finden ist und die Groklaw-Domain über Domains by Proxy - ein Anbieter, der anstatt des tatsächlichen Domain-Besitzers in den Whois-Datenbanken auftaucht - registriert ist, hieß es von Jones immer, sie sei eine Linux-Liebhaberin, die durch ihre Tätigkeit als Rechtsanwaltsgehilfin einen juristischen Hintergrund habe. Ob Pamela Jones ihr richtiger Name ist, ist hingegen nicht bekannt.
Schon in der Vergangenheit hatte SCO vermutet, Jones würde von IBM bezahlt oder Groklaw sei gar ein Blog von IBMs Anwälten. Jones hingegen wies darauf hin, dass sie keine Verbindung zu IBM habe. Nachdem Jones 2005 die Journalistin Maureen O'Gara(öffnet im neuen Fenster) für einen Artikel über SCO kritisiert hatte, versuchte diese Jones ausfindig zu machen und behauptete, Details über ihr Privatleben gefunden zu haben. Das Material wurde jedoch zurückgezogen.