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Jugendschutz: Spielehersteller loben Familienministerium

BIU sieht zwar Gesprächsbedarf, macht aber sinnvolle Ansätze aus. Die im Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) organisierten Spielehersteller begrüßen die klaren, vom Bundesfamilienministerium vorgestellten Pläne zur Verbesserung des Jugendschutzes.
/ Jens Ihlenfeld
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Zwar sieht der BIU bezüglich der vorgeschlagenen Maßnahmen vereinzelt Gesprächsbedarf, signalisiert aber grundsätzlich eine Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Verbesserung des Jugendmedienschutzes: "Dies fällt umso leichter, als einige Aspekte aufgegriffen werden, die von der Industrie schon länger gefordert wurden."

So seien die geplanten "nachvollziehbaren und transparenten Bewertungskriterien sowohl für die Alterskennzeichnungsentscheidung der USK als auch hinsichtlich der Indizierungsentscheidungen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien für die Industrie ein zentrales Anliegen" . Nur wenn die spezifischen Befindlichkeiten des deutschen Jugendschutzes in der Öffentlichkeit sichtbar werden, könne man Spiele altersgerecht entwickeln. Heute falle es insbesondere ausländischen Produzenten zunehmend schwer, die Spruchpraxis der Jugendschutzinstitutionen nachzuvollziehen. Eine transparente und effektivere Struktur der Alterskennzeichnungsinstitution sei daher für die Industrie ein weiteres wichtiges Anliegen.

Die geforderte Kommunikationsinitiative bewertet der BIU als sehr positiv: "Aus unserer Sicht haben die Jugendschutzinstitutionen in der Vergangenheit sehr defensiv auf Angriffe in den Medien und aus der Politik reagiert. Eine verstärkte Kommunikation seitens der USK wird aus unserer Sicht das Jugendschutzsystem stärken und die Akzeptanz der bestehenden Regelungen deutlich verbessern."

Ganz so schnell wie die Bundesfamilienministerin will es der BIU dabei aber nicht angehen. Vielmehr solle vor einem legislativen Tätigwerden die laufende Evaluation der jugendschutzrechtlichen Regelungen beim Hans-Bredow-Institut abgewartet werden. Genau darauf will Ursula von der Leyen mit ihrem Sofortprogramm verzichten.


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