Parallels will OS X nicht virtualisieren
Als Parallels und SWsoft offiziell bekannt gaben, zusammenzugehören, hieß es auch, künftig würde MacOS X von Parallels als Gastsystem unterstützt. Der Anbieter vertreibt eine günstige Virtualisierungslösung für Linux, Windows und MacOS X, die am ehesten mit VMware Workstation zu vergleichen ist, auch wenn sich die Software im Funktionsumfang noch deutlich unterscheidet. Gerade, da Parallels als bisher einziger Anbieter eine Virtualisierungssoftware für Intel-Macs vertreibt, wurde den Produkten jedoch einige Beachtung geschenkt.
Doch die Zweifel daran, wie Parallels OS X virtualisieren möchte, bestätigen sich nun. So gab ein Parallels-Sprecher gegenüber Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) an, dass man die Funktion nicht anbieten werde, bevor Apple seinen Segen hierfür erteilt hätte. Der Grund liegt in Apples Endbenutzer-Lizenzvertrag, der den Einsatz von MacOS X ausschließlich auf Apple-Hardware gestattet. Es sei zwar unter Umständen möglich, OS X in einer virtuellen Maschine zum Laufen zu bekommen, man werde Anwender aber nicht zu illegalen Handlungen anstiften, so der Parallels-Sprecher.
Die Aussage kommt dabei nicht überraschend, sind Apples Lizenzvereinbarungen doch ausreichend bekannt. Für den Parallels-Konkurrenten VMware – der zurzeit mit Fusion an einer Virtualisierungssoftware für MacOS X arbeitet – gilt daher dasselbe. Srinivas Krishnamurti, Director für Product Management und Business Development bei VMware, sagte gegenüber Golem.de auf der VMworld im November 2006, dass Apple sich bisher nicht interessiert gezeigt habe, den Einsatz von MacOS X innerhalb virtueller Maschinen zuzulassen. Doch auch auf der VMworld 2006 war zu hören, dass es rein technisch kein Problem sei, MacOS X als Gastbetriebssystem zu nutzen.
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