Centrino-WLAN-Treiber für Linux ohne proprietären Daemon

Kernel-Modul IPW3945 verzichtet auf Userspace-Programm

Intel hat einen neuen Linux-Treiber für das Centrino-WLAN-Modul IPW3945 vorgestellt, der ohne proprietären Regulatory-Daemon auskommt. Die alte Treiberversion funktioniert nur, wenn dieses Userspace-Programm ebenfalls installiert ist, was eine Aufnahme in den offiziellen Linux-Kernel verhinderte. Die neue Version benötigt, wie auch Intels andere Linux-WLAN-Treiber, nur noch ein Firmware-Image.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Als Intel den Linux-Treiber für die WLAN-Module PRO/Wireless 3945ABG 2006 vorstellte, hagelte es einige Kritik seitens der Kernel-Entwickler. Grund dafür war allerdings nicht der Treiber selbst, sondern die Tatsache, dass er ein proprietäres Programm voraussetzte, welches im Userspace läuft. Dieser so genannte Regulatory-Daemon dient dazu, den WLAN-Adapter an regionale Vorschriften und Gesetze für drahtlose Netzwerke anzupassen. Während ältere Centrino-WLAN-Treiber durchaus in den Kernel gelangt sind, bestand daher kaum eine Chance für den IPW3945-Treiber, ebenfalls aufgenommen zu werden.

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Nun kündigte Intel auf der Linux-Kernel-Mailingliste eine neue Version des Treiber-Moduls an, das auf den Daemon verzichtet. Die benötigten Funktionen wurden nun in das zum Betrieb notwendige Firmware-Image ausgelagert, das ebenfalls nur vorkompiliert unter einer proprietären Lizenz erhältlich ist. Doch auch die anderen Centrino-WLAN-Treiber benötigen dies, womit einer Aufnahme des neuen Treibers in den Kernel nichts mehr im Wege steht.

Der neue GPL-Treiber setzt zudem auf den WLAN-Stack von Devicescape, der in Zukunft den bestehenden WLAN-Stack im Linux-Kernel ablösen soll. Momentan wird der Stack mit den ersten darauf basierenden Treibern noch extra gepflegt, die Aufnahme in den Linux-Kernel könnte bis 2.6.22 geschehen, wenn sich in Andrew Mortons Entwicklungszweig bis dahin keine Probleme ergeben.

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