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ARD und ZDF wollen Nachrichten online und aufs Handy bringen

Sendern laufen die Nachrichtenzuschauer weg. Der Zuschauerschwund bei ARD und ZDF veranlasst die Sender, neue Wege zu beschreiten. So wollen die beiden Öffentlich-Rechtlichen mit neuen Angeboten im Internet und dem Mobilfunk neue Zielgruppen für ihre Nachrichtensendungen erreichen. Wie der Focus berichtet, wollen beide Anstalten dazu bereits bestehende Spartenkanäle aus ihrem digitalen Angebot ausbauen.
/ Andreas Donath
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Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff teilte dem Focus gegenüber mit, dass der Zuschauer ortsunabhängig und unabhängig von der Uhrzeit selbst bestimmen solle, wann er seine Informationen abrufen will. Als Plattform für das neue Nachrichtenangebot kann die ARD ihren digitalen Spartenkanal Eins Extra nutzen. Der bringt bereits jetzt werktäglich zwischen 14 und 19 Uhr Nachrichten und Korrespondentenberichte im Viertelstundentakt.

Raff sieht die Schweizer "Tagesschau" als Vorbild. Die Sendung wird bereits jetzt in einer 100-Sekunden-Version per Handy verbreitet. Das ZDF will seine aktuellen Magazine, unter anderem "Frontal 21" oder "Wiso", in seinem Digitalprogramm ZDF-Info online anbieten, berichtet Focus unter Berufung auf ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender.

Ein Starttermin ist noch nicht bekannt, da laut Brender der Fernsehrat des Senders das Projekt noch genehmigen muss. ZDF-Intendant Schächter hatte kürzlich angekündigt, demnächst generell mehr Sendungen und Inhalte über das Internet zu verbreiten.

Die ZDF-Nachrichtensendung "heute", die um 19 Uhr ausgestrahlt wird, verlor seit 2002 ein Viertel ihrer Zuschauer im Alter von 14 bis 29 Jahren, berichtet der Focus. Der "Tagesschau" im Ersten kehrten danach im gleichen Zeitraum 17 Prozent dieser Altersgruppe den Rücken.


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