Kampf um Open Access

Verlage kämpfen mit allen Mitteln um ihr traditionelles Geschäftsmodell

Der US-amerikanische Verlegerverband AAP hat eine PR-Agentur damit beauftragt, Stimmung gegen Open Access zu machen. Das berichtete Ende Januar die Fachzeitschrift Nature. Zur gleichen Zeit hat die EU-Kommission damit begonnen, Empfehlungen zur Open-Access-Publikation von Forschungsergebnissen zu erarbeiten, die mit Hilfe von EU-Mitteln zustande gekommen sind. Und in Deutschland haben sich Bibliotheken und Verlage auf "einen marktwirtschaftlich orientierten Ansatz" bei der Bereitstellung wissenschaftlicher Publikationen geeinigt. Damit sollen weitergehende gesetzliche Regelungen vermieden werden.

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Die Agentur des PR-Beraters Eric Dezenhall - der im Nature-Artikel als "PR-Pitbull" bezeichnet wird - ist von mehreren großen Fachverlagen in den USA damit beauftragt worden, in der Öffentlichkeit Stimmung gegen die Open-Access-Bewegung und die Unterstützer eines freien Zugangs zu wissenschaftlichen Informationen zu machen. In E-Mails, die Nature zugeleitet wurden, empfiehlt Dezenhall den Verlagen, "öffentlichen Zugang mit staatlicher Zensur zu vergleichen" und "das Peer Review mit dem traditionellen Verlagsmodell gleichzusetzen". Nach Meinung des Nature-Autors Jim Giles zeigt der Auftrag an die Dezenhall-Agentur, wie sehr die Verlage durch die Open-Access-Bewegung unter Druck geraten sind.

Inhalt:
  1. Kampf um Open Access
  2. Kampf um Open Access
  3. Kampf um Open Access

Das wissenschaftliche Publikationswesen ist eine hoch profitable Branche. Gewinne von 30 Prozent und mehr sind keine Seltenheit. Erwirtschaftet werden diese zu einem großen Teil mit dem Verkauf von Fachzeitschriften, bei denen Preissteigerungen für Abonnements zwischen 200 und 400 Prozent innerhalb von zehn Jahren üblich sind. Ähnlich wie in der Film- oder Musik-Branche dominieren wenige große Anbieter den Markt: Reed Elsevier, Thomson, Wolters Kluwer und Springer haben zusammen einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent; die acht größten Verlagsunternehmen decken zusammen zwei Drittel des Marktes ab.

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