Handymarkt weiter im Auftrieb
In Westeuropa verkaufte Nokia laut den Marktforschern von IDC 64,7 Millionen Mobiltelefone und erreichte damit einen Marktanteil von 35 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 10 Prozent, als die Finnen 58,9 Millionen Geräte verkauften. Auf dem zweiten Rang folgt Motorola mit einem Marktanteil von 16 Prozent bei 30,4 Millionen abgesetzten Mobiltelefonen, was eine Steigerung von 19 Prozent im Vergleich zu 2005 bedeutet.
Mit einem Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konnte Samsung 29,8 Millionen Europäer für seine Mobiltelefone begeistern. Die Koreaner erreichten damit - wie Motorola - einen Marktanteil von 16 Prozent, allerdings schrumpfte der Abstand zwischen den beiden Rivalen gemessen an den Verkaufszahlen aus 2005. Den vierten Platz nimmt Sony Ericsson mit einem Anteil von 12 Prozent bei 21,4 Millionen verkauften Geräten und einer Steigerungsrate von 22 Prozent ein.
Das mittlerweile aufgelöste Unternehmen BenQ Mobile hat im Jahr 2006 eine enorme Zuwachsrate von 143 Prozent in Westeuropa erzielen können. Damit reicht es für den fünften Platz bei einem Marktanteil von 5 Prozent, indem 9,6 Millionen Käufer sich für die Mobiltelefone des Herstellers entschieden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Westeuropa 185,6 Millionen Mobiltelefone verkauft. Ein Jahr zuvor lag die Zahl bei 170,4 Prozent.
Besonders im vierten Quartal 2006 machte sich ein starker Preisdruck im westeuropäischen Handymarkt bemerkbar, dem alle Top-Hersteller nachgegeben haben, um keine Marktanteile zu verlieren. Und die Rechnung ist aufgegangen, denn die Hersteller konnten zumeist ihre Marktanteile ausbauen. Das schwächste Wachstum im vierten Quartal 2006 verzeichnet Nokia mit gerade mal 6 Prozent. Die Finnen setzten in Westeuropa 21 Millionen Mobiltelefone ab und kamen damit auf einen Marktanteil von 36 Prozent.
Mit einem Marktanteil von 17 Prozent und einem Zuwachs von 14 Prozent erreichte Motorola abermals den zweiten Platz und verkaufte in Westeuropa 10,1 Millionen Mobiltelefone. Samsung steigerte seinen Marktanteil im vierten Quartal 2006 um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 9,1 Millionen Handys reichen Samsung somit für einen Marktanteil von 16 Prozent und einen sicheren dritten Platz.
Mit 7,3 Millionen Taschentelefonen folgt Sony Ericsson auf Platz vier bei einer Steigerungsrate von 22 Prozent und einem Marktanteil von 13 Prozent. Von den Top-Herstellern musste im vierten Quartal 2006 nur LG Verluste bei den Absatzzahlen hinnehmen. So setzte das Unternehmen 11 Prozent weniger Handys ab und kam mit 2,6 Millionen Handys auf einen Marktanteil von 4 Prozent.
Insgesamt legte der westeuropäische Handy-Markt im vierten Quartal 2006 um 6 Prozent zu und die Hersteller setzten insgesamt 57,9 Millionen Geräte ab.



