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Marc Fleury schmeißt hin

JBoss-Gründer verlässt Red Hat. JBoss-Gründer Marc Fleury verlässt mit sofortiger Wirkung Red Hat. Der amerikanische Linux-Distributor hatte den Application-Server-Anbieter im April 2006 übernommen. Schon seit Dezember 2006 befand sich Fleury im Vaterschaftsurlaub.
/ Julius Stiebert
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Nachdem sich Marc Fleury im Dezember 2006 in den Vaterschaftsurlaub verabschiedet hatte, kamen bereits Spekulationen auf, ob der JBoss-Gründer aus diesem zurückkehren würde. Unter anderem soll er in einer internen E-Mail sein weiteres Engagement angezweifelt haben. Nun hat er offiziell erklärt, dass er das Unternehmen verlässt. In Zukunft wolle sich der promovierte Physiker anderen persönlichen Zielen wie der Lehrtätigkeit, biologischer Forschung, Musik und seiner Familie widmen.

"Ich habe getan, was ich konnte, um meinen Beitrag zu Red Hats Erfolg zu leisten. Die Menschen müssen verstehen, dass Open Source ein Tsunami ist, der die Software-Industrie tiefgreifend verändert. Die Unvermeidbarkeit von Open Source kann heute von niemandem mehr bestritten werden und hat das Stadium verlassen, in dem sie auf eine einzelne Persönlichkeit angewiesen ist", so Fleury zu seinem Rücktritt.

Die Gerüchte über seinen Rücktritt kamen nicht von ungefähr: Nach der Übernahme durch Red Hat hatte Fleury sich auf der JBoss World 2006 in Berlin im Gespräch mit Golem.de bereits beklagt, dass seine Firma nur beim Vertrieb profitiert hätte. Es seien zwar ein paar Entwickler hinzugekommen, jedoch nicht genügend, so Fleury. Auch gegenüber US-Medien prangerte er dies an.

Dabei gab es am Rande der Übernahme ohnehin ein Kuriosum: Fleury, der dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, hatte in der Vergangenheit nicht gerade freundliche Aussagen über Red Hat in seinem Blog veröffentlicht. Nach dem Kauf verschwanden diese zwar, verblieben aber beispielsweise bei archive.org(öffnet im neuen Fenster). Unter anderem bezeichnete er Red Hat – auf seine Art – als proprietären Anbieter: "Red Hat ist ein Verpacker, [...], sie entwickeln kein Linux, sie wickeln es in proprietäre Scheiße ein." ("RH is a packager, [...], it doesn't create Linux, it wraps it up in proprietary shit.")


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