Software hebelt Kennwortschutz von Vista aus
Die Software "System Recovery" kommt als Boot-Disk-Applikation daher und macht so gesperrte Windows-Konten wieder zugänglich. Sie dient zur Freischaltung der Benutzerkonten, falls die Zugangsdaten vergessen, die Konten wegen wiederholter Fehleingaben gesperrt oder die Kennwörter mutwillig geändert wurden. Die Applikation erlaubt dann die Zuweisung neuer Kennwörter, so dass entsprechende Konten wieder nutzbar sind.
Ähnliche Funktionen bietet die ebenfalls aktualisierte Version von "Distributed Password Recovery" von ElcomSoft. Das Werkzeug für Administratoren entschlüsselt Passwörter von Dokumenten oder Dateien, wenn Kennwörter vergessen wurden oder wenn Mitarbeiter Dateien vorsätzlich geschützt haben, um dem Unternehmen zu schaden. Die Software entschlüsselt nun auch Kennwörter von Microsoft Money, Intuit Quicken, Microsoft OneNote, Lotus Notes und PGP Whole Disk Encryption. Hierbei verteilt die Software den rechenintensiven Recovery-Prozess auf die im Netzwerk angeschlossenen Rechner.
In den meisten Fällen ist es nicht notwendig, Windows-Logon-Passwörter wiederherzustellen. Administratoren können gesperrte Konten ganz einfach zurücksetzen. Danach ist es jedoch nicht mehr möglich, auf EFS-verschlüsselte Dateien, Anmeldeinformationen sowie Zertifikate mit privaten Schlüsseln (SIGNED/ENCRYPTed e-mail) zuzugreifen, weil hierzu das korrekte Kennwort benötigt wird.
"System Recovery" 1.5 für Windows NT, 2000, XP, Vista und Windows Server 2003 ist ab sofort zum Preis von 299,- Euro erhältlich und kann über die Hersteller-Webseite bestellt(öffnet im neuen Fenster) werden. Das erweiterte "Distributed Password Recovery" kostet für 20 Clients rund 600,- Euro und ist ebenfalls online(öffnet im neuen Fenster) zu beziehen.
Die Produkte sollen vor allem Administratoren die Arbeit erleichtern. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Menschen mit kriminellen Absichten mit diesen Werkzeugen lokal Zugang zu eigentlich abgesicherten Systemen verschaffen.