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Interesse an PDAs verringert sich unaufhörlich

Massiver Rückgang des PDA-Weltmarkts im vergangenen Jahr. Trotz eines sich stetig verkleinernden PDA-Weltmarktes konnte sich Palm auch im vergangenen Jahr als Branchenführer behaupten. Der Hersteller von PalmOS-Geräten verweist Anbieter von Windows-Mobile-PDAs auf die nachfolgenden Plätze. So konnte sich HP vor Dell den zweiten Platz sichern und Mio folgt auf dem vierten Rang als weiterer Anbieter von Windows-Mobile-PDAs.
/ Ingo Pakalski
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Im Jahr 2006 wurden weltweit insgesamt 5,46 Millionen PDAs verkauft, was einen Rückgang von 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, haben die Marktforscher von IDC ermittelt. Im Jahr 2005 interessierten sich noch 7,65 Millionen Kunden für PDAs. Als klarer Sieger geht Palm mit einem Marktanteil von 36,3 Prozent aus dem letztjährigen Verteilungskampf hervor. Dies entspricht 1,98 Millionen abgesetzten PDAs bei einem Rückgang von 28,3 Prozent im Jahr 2006. Dieser Erfolg überrascht vor allem, weil Palm im gesamten vergangenen Jahr nicht ein neues PDA-Modell vorgestellt hat, während die Windows-Mobile-Welt mit zahlreichen Neuerscheinungen im Jahr 2006 auftrumpfen konnte.

Auch HP musste als ewiger Zweiter Einbrüche verkraften. Bei einem Rückgang von 30,4 Prozent konnte der Windows-Mobile-PDA-Hersteller nur noch 1,21 Millionen Geräte verkaufen, was einem Marktanteil von 22,1 Prozent entspricht. Weit abgeschlagen auf dem dritten Rang nistete sich Dell mit einem Marktanteil von 9 Prozent ein. Der Direkt-Verkäufer musste einen Rückgang von 33,4 Prozent hinnehmen und verkaufte im gesamten letzten Jahr 490.000 PDAs.

Mit 442.893 PDAs und einem Marktanteil von 8,1 Prozent hängt sich Mio dicht an die Fersen von Dell, denn Mio konnte seine Verkaufszahlen um 29,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Besonders hohe Wachstumsraten konnte Sharp verbuchen, die um 275,7 Prozent zulegten. Das sicherte ihnen den fünften Platz bei einem Marktanteil von 5,4 Prozent und 297.500 verkauften Geräten im Jahr 2006.

Das vierte Quartal 2006 ist das zwölfte Quartal in Folge, das einen schrumpfenden PDA-Markt verzeichnet. So wurden in diesem Quartal nur noch 1,46 Millionen PDAs auf dem Globus abgesetzt. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,28 Millionen Geräte. Auch im vierten Quartal 2006 führt Palm den PDA-Weltmarkt mit einem Anteil von 39,8 Prozent an. Der Marktführer konnte trotz eines starken Rückgangs von 42,9 Prozent immer noch 582.000 PDAs an den Mann bringen.

HP kommt mit 364.000 verkauften Geräten nur auf einen Marktanteil von 24,9 Prozent und musste einen Rückgang von 21,7 Prozent verkraften. Durch einen Zuwachs von 69,1 Prozent ergatterte sich Mio einen sicheren dritten Platz und verkaufte 129.027 PDAs. Noch ein Quartal zuvor musste sich Mio den dritten Platz mit Dell teilen, die nun auf den vierten Rang abgerutscht sind.

Mit 110.400 verkauften Geräten reichte es Dell für einen Marktanteil von 7,6 Prozent bei einem Rückgang von 38,2 Prozent. Mit einem Rückgang von schmerzhaften 58,1 Prozent büßte Acer massiv Marktanteile ein und konnte nur noch 52.000 Käufer weltweit für seine PDAs interessieren. Dies reichte dann gerade mal für einen Marktanteil von 3,6 Prozent und den fünften Platz.

Erst vor wenigen Tagen titelten die Analysten von Gartner mit einer komplett gegenteiligen Prognose zum PDA-Markt, wonach dieser Markt wachse. Allerdings basieren die Gartner-Zahlen auf einer sehr eigenwilligen Unterscheidung zwischen Smartphones und PDAs , während IDC sich an die bewährte Unterscheidung der beiden Geräteklassen hält.

So klassifiziert IDC einen PDA als Smartphone, sobald Mobiltelefonfunktionen enthalten sind. Im Gegensatz zu Gartner verfälschen hier keine klassischen Smartphones die PDA-Marktzahlen und die Entwicklung dieser beiden so unterschiedlichen Märkte kann angemessen verglichen werden. Denn Smartphones unterscheiden sich von normalen PDAs außer durch die Mobilfunkfähigkeiten auch in den daraus resultierenden anderen Vertriebswegen, so dass Smartphones zu gänzlich anderen Konditionen angeboten werden als dies bei PDAs der Fall ist.


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