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Joseph Weizenbaum: Vergessen Sie Google!

Weizenbaum wirkt im Film und bei der anschließenden Diskussion desillusioniert, aber weder zynisch noch deprimiert oder gebrochen. Nicht nur eignet sich das Militär weiterhin sämtliches Wissen an, dessen es habhaft werden kann. Auch der Antisemitismus in seiner Wahlheimat Deutschland ist nicht verschwunden. Eine Kameraeinstellung zeigt ihn an der Marx-Engels-Statue am Berliner Alexanderplatz. Jemand hat Davidsterne darauf geschmiert. Dazu enthält sich der Informatikprofessor jeglichen Kommentars.

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Die meisten der Interviewpassagen sind bei ihm zu Hause entstanden, in Berlin-Mitte, wo er seit 1996 wieder lebt. Sie zeigen ihn vor einem Bücherregal, er redet über den "Mythos der wissenschaftlichen Wertfreiheit", im Regal steht ein Roman von George Orwell neben einer Einführung in PalmPilot, aus dem Hintergrund sagt eine Computerstimme: "Sie haben Mail". Ob er die Software für dieses Programm selbst geschrieben hat? Spracherkennung war über Jahre eines seiner Spezialgebiete. Heute kritisiert er die um sich greifende Verbreitung der Computersprache als "fatalen Weg", der vielleicht den Glauben stärkt, der Mensch sei nichts anderes als ein Computer auf zwei Beinen.

Mit "Weizenbaum. Rebel at Work" hat die Transmediale 2007 einen seltsamen Abschluss gefunden. Technisch und künstlerisch gehört der Film eher zum Mittelmaß, Verzerrungen und eine mäßige Schnitttechnik nerven schnell. Eines aber zeigt er ganz deutlich: Wo der Wissenschaftler in den Hintergrund tritt, kommt der Mensch zum Vorschein. Und mit ihm viele der wichtigen Fragen, die man an Technik, Netzwelt und Kunst stellen kann und sollte. Manchmal kommt eben doch alles zusammen: zu wissen, wie spät es ist, zu wissen, wie man die Zeit von der Uhr abliest und zu wissen, wie die Uhr funktioniert. Joseph Weizenbaum hat es uns erklärt. Besser als Google es je könnte. [von Maik Söhler]

 Joseph Weizenbaum: Vergessen Sie Google!

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KSCH 08. Mär 2008

Um einige seiner Aussagen zu verstehen, muss man seine Biographie kennen... Übersicht in...

CJ 09. Feb 2007

Dieses Problem hat Google ja auch schon entdeckt und ist dabei es zu beheben: http...

Sanchez 09. Feb 2007

Also, wen es den Nazismus gibt, warum sollte man nicht nazistisch sagen können. Nazismus...

kendon 08. Feb 2007

ich habe mir mal rausgenommen das ewig lange quoting zu löschen. einer muss es ja mal...

kendon 08. Feb 2007

ich find das grenzdebile geseier auch nicht besonders interessant. wenn er soviel...



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