Abo
  • Services:

Joseph Weizenbaum: Vergessen Sie Google!

Nach dem Studium folgt er einer Einladung ans renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er in der Folge von 1963 bis 1988 lehren wird. Dazu wie auch generell zu seiner wissenschaftlichen Arbeit, die zig von ihm entworfene Software und noch mehr Bücher (darunter auch den Bestseller "Computer Power and Human Reason", dt.: "Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft") umfasst, schweigt der Film. Das erscheint einem anfangs seltsam, weil man auf diese Weise nur sehr wenig über die intellektuellen Leistungen Weizenbaums erfährt.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Grasbrunn
  2. ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim

Mit MIT-Kollegen
Mit MIT-Kollegen
Aber wer will, kann ja dem Ameisen-Vorschlag des Wissenschaftlers folgen und diesen Part googeln. Insgesamt gibt es rund 212.000 Treffer für Joseph Weizenbaum in 0,04 Sekunden. Die Filmemacher gehen stattdessen dazu über, lange Interviewpassagen Weizenbaums mit Ausschnitten aus militärischen und zivilen Propagandafilmen der USA zu konfrontieren. Diese Schnipsel zeigen eine in ihrer Naivität nicht zu toppende Verherrlichung von Wissenschaft und Technik. Mal steht der Hausfrau ein Roboter zur Seite, mal werden die Ingenieurwissenschaften als Inbegriff des Wortes "Challenge" ("Herausforderung") gepriesen, utopisch-futuristische Welten, eine lachhafter als die andere, ziehen an uns vorbei.

Diesem Fortschrittsoptimismus der fünfziger und teilweise auch noch der sechziger Jahre folgt Weizenbaum nicht. Die engen Verbindungen zwischen Wissenschaft und Militär im Allgemeinen und zwischen dem Fachbereich Computer Science am MIT zur Luftwaffe im Besonderen erregen bei ihm Ärger und Abscheu. Er war zwar selbst von 1941 bis 1945 in den USA beim Militär, doch die Wissenschaft bleibt ihm eine "Quelle der Wahrheit" und soll nicht zum militärischen Erfüllungsgehilfen werden.

Es kommt natürlich anders, und Weizenbaum bleibt nur, zu erklären, was die Bedürfnisse einer Armee mit den immer kleiner und schneller werdenden Computern zu tun haben, nämlich fast alles. Es gibt sonst wohl kaum einen wissenschaftlichen Bereich, der so eng mit militärischen Entwicklungen verknüpft ist. Hardware und Software sind, wie er sagt, ein integraler Bestandteil der "Möglichkeit zur Ausrottung der Welt".

 Joseph Weizenbaum: Vergessen Sie Google!Joseph Weizenbaum: Vergessen Sie Google! 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 119,90€
  2. für 1.124€ statt 1.319€
  3. und zusätzlich eine Prämie erhalten (u. a. Amazon-Gutschein, 30€ Barprämie oder Scythe Mugen 5...

KSCH 08. Mär 2008

Um einige seiner Aussagen zu verstehen, muss man seine Biographie kennen... Übersicht in...

CJ 09. Feb 2007

Dieses Problem hat Google ja auch schon entdeckt und ist dabei es zu beheben: http...

Sanchez 09. Feb 2007

Also, wen es den Nazismus gibt, warum sollte man nicht nazistisch sagen können. Nazismus...

kendon 08. Feb 2007

ich habe mir mal rausgenommen das ewig lange quoting zu löschen. einer muss es ja mal...

kendon 08. Feb 2007

ich find das grenzdebile geseier auch nicht besonders interessant. wenn er soviel...


Folgen Sie uns
       


The Crew 2 - Fazit

The Crew 2 bietet zum Teil wahnwitzige Neuerungen, stolpert im Test aber trotzdem über alte Fehler.

The Crew 2 - Fazit Video aufrufen
Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

    •  /