Qemu-Beschleunigung als Open Source

Qemu Accelerator unter der GPL veröffentlicht

Mit dem Qemu Accelerator alias KQemu gibt es ein Kernel-Modul, das Qemu bei der Emulation der x86-Plattform beschleunigt. Dies wird erreicht, indem verschiedene Code-Teile direkt auf dem Prozessor des Host-Computers ausgeführt werden anstatt auf der emulierten CPU. Nun ist das bisher kostenlose Modul auch als Open Source erhältlich.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Qemu emuliert normalerweise die komplette Hardware inklusive des Prozessors und der Grafikkarte. Dadurch unterstützt der freie Emulator neben der x86-Architektur auch Plattformen wie ARM und SPARC. Die komplette Hardware-Emulation geht allerdings zu Lasten der Geschwindigkeit. Mit dem Linux-Kernel-Modul KQemu gibt es daher eine Möglichkeit, zumindest die x86-Emulation zu beschleunigen. Der so genannte Qemu Accelerator lagert dafür sowohl User-Mode- als auch Virtual-8086-Mode-Code direkt auf den Prozessor des Computers aus.

Stellenmarkt
  1. SAP Application Manager (m/w/d) Finance
    SCHOTT AG, Mainz
  2. Product Owner (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart
Detailsuche

Beim Betrieb von Windows als Gastsystem innerhalb von Qemu soll so nahezu eine native Ausführungsgeschwindigkeit erreicht werden - vorausgesetzt, es ist genügend Arbeitsspeicher vorhanden. Bisher war der Qemu Accelerator zwar bereits kostenlos, jedoch nur als Closed Source erhältlich. Mit Veröffentlichung der Version 1.3.0pre10 hat Qemu-Entwickler Fabrice Bellard das Modul nun jedoch unter die GNU General Public License (GPL) gestellt - nur die Header-Datei "kqemu.h" unterliegt den Bestimmungen der BSD-Lizenz. Neben der Lizenzänderung kam außerdem Unterstützung für die volle Virtualisierung von x86-64 hinzu. Dabei wird ebenfalls der komplette Kernel- und User-Mode-Code auf der Host-CPU ausgeführt.

Das neu lizenzierte Modul steht auf der Qemu-Projektseite zum Download bereit. Für Programmierer gibt es auch eine technische Dokumentation, die unter anderem Auskunft über die verfügbaren Schnittstellen gibt.

Bellard hat KQemu explizit unter die GPLv2 ohne den Zusatz "oder später" gestellt, so wie auch der Linux-Kernel in weiten Teilen lizenziert ist. Linux-Chefentwickler Linus Torvalds schloss bereits aus, den Linux-Kernel unter die GPLv3 zu stellen. Die noch für 2007 geplante Lizenz wird im Open-Source-Lager viel diskutiert, die Samba-Entwickler beispielsweise bekannten sich schon zu der unfertigen Fassung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Ute Rus 07. Feb 2007

Ist trotzdem sehr interessant... Ute

VMWare 06. Feb 2007

Kram? Dann versuch mal einen Shared-SCSI Disk unter 2x QEMU Machinen zu installieren...

Crazy Pinguin 06. Feb 2007

Es gibt Patches für Qemu mit Gcc4 zu compilieren, das endet allerdings in einer...

Slark 06. Feb 2007

Einfach die tar.gz von der Seite runterladen, Rechtsklick auf die kqemu.inf und auf...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kooperation
Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt

Während der ADAC seine Kunden bereits informiert hat, schweigt Amazon Deutschland noch zum Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin.

Kooperation: Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt
Artikel
  1. Linux: Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme
    Linux
    Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme

    Ein häufig vorkommender Fehler in C-Code hat einen Google-Entwickler motiviert, über Gegenmaßnahmen nachzudenken.

  2. Social-Media-Plattform: Paypal will Pinterest kaufen
    Social-Media-Plattform
    Paypal will Pinterest kaufen

    Der Zahlungsabwickler Paypal soll bereit sein, 45 Milliarden US-Dollar für den Betreiber digitaler Pinnwände zu bezahlen.

  3. Pixel 6 (Pro): Googles Tensor-SoC ist eine wilde Mischung
    Pixel 6 (Pro)
    Googles Tensor-SoC ist eine wilde Mischung

    Viel Samsung, wenig Google: Der Chip kombiniert extreme Computational Photography mit einem kuriosen Design zugunsten der Akkulaufzeit.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week Finale: Bis 33% auf Digitus-Monitorhalterungen & bis 36 Prozent auf EVGA-Netzteile • Samsung-Monitore (u. a. 24" FHD 144Hz 169€) • Bosch Professional zu Bestpreisen • Sandisk Ultra 3D 500GB 47,99€ • Google Pixel 6 vorbestellbar ab 649€ + Bose Headphones als Geschenk [Werbung]
    •  /