Abo
  • Services:
Anzeige

E-Learning-Anbieter gibt Patentversprechen ab

Blackboard will Patente nicht gegen Open-Source-Projekte einsetzen

Der E-Learning-Anbieter Blackboard hat ein Versprechen abgegeben, seine Patente nicht gegen Open-Source-Projekte einzusetzen. Dabei geht es besonders um ein Patent, dessen Neuüberprüfung das Software Freedom Law Center kürzlich beim US-Patentamt erreichte. Blackboard hat diverse Klagen gegen Mitbewerber laufen.

Blackboard verspricht, niemals eines seiner Patente gegen Open-Source-Projekte oder selbstentwickelte E-Learning-Software einzusetzen. Dies umfasst auch kommerziell entwickelte Open-Source-Add-Ons für proprietäre Software sowie Anbieter, die freie Applikationen hosten. Anwender und Entwickler, die etwas zu solchen Projekten beisteuern, sollen ebenfalls geschützt sein. Das Versprechen sei rechtlich bindend, unwiderruflich und weltweit gültig, teilte Blackboard mit.

Anzeige

"Als Mitglied der E-Learning-Community sind wir dem offenen Austausch von Ideen verpflichtet", kommentierte Blackboard-Präsident Michael Chasen den Schritt seines Unternehmens. Insbesondere hebt Blackboard hervor, dass das US-Patent Nummer 6,988,138 nicht eingesetzt werden solle. Allerdings behält die Firma sich vor, es doch für Klagen zu verwenden, wenn entsprechend geschützte Software mit proprietärer gebündelt wird.

Das besonders von Blackboard erwähnte Patent beschreibt internetbasierte Lehrmethoden. Das Software Freedom Law Center erreichte kürzlich beim US-Patentamt eine erneute Überprüfung, da hier das Prinzip "Prior Art" zutreffen soll. Die von Blackboard patentierte Technik soll also bereits vor der Patentanmeldung existiert haben, womit das Patent hinfällig wäre. Laut Software Freedom Law Center dauert eine solche Prüfung jedoch ein bis zwei Jahre.

Das Software Freedom Law Center hatte die Überprüfung im Auftrag der Open-Source-Projekte Sakai, Moodle und ATutor beantragt, die Klagen auf Grund des Patentes 6,988,138 fürchteten. Blackboard hatte dieses im Juli 2006 als Anlass für eine Klage gegen den Mitbewerber Desire2Learn genommen. Dieser soll seinerseits ebenfalls eine Überprüfung des Patentes beantragt haben. Laut Software Freedom Law Center hat Blackboard noch etwa 44 Klagen auf Grund dieses Patentes laufen.

Das abgegebene Versprechen gibt Open-Source-Projekten nun zumindest vorerst Rechtssicherheit. Dennoch kommt Blackboard um die Überprüfung seines Patentes durch das US-Patentamt nicht herum. Sollte dieses feststellen, dass Prior Art zutrifft, würde es für ungültig erklärt. Das Software Freedom Law Center gab an, nachweisen zu können, dass die beschriebene Technik bereits vor der Patentanmeldung eingesetzt wurde.


eye home zur Startseite
Laforma 06. Feb 2007

Screne, das ist doch eine eindeutige Aussage: "Das Versprechen sei rechtlich bindend...

Pokuslokus 04. Feb 2007

Es kommt einem Denkverbot gleich, wenn individuelle (egal ob verschieden oder gleiche...

x1XX1x 02. Feb 2007

dieses patent ist eine frechheit. aber das sind ja viele im it-bereich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  2. Horváth & Partners Management Consultants, Stuttgart
  3. M&C TechGroup Germany GmbH, Ratingen
  4. Carl Werthenbach Konstruktionsteile GmbH & Co. KG, Bielefeld


Anzeige
Top-Angebote
  1. 37,99€
  2. Gutscheincode PLUSBAY (maximaler Rabatt 50€, nur Paypal-Zahlung)
  3. 299,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Luminar

    Lightroom-Konkurrenz bringt sich in Stellung

  2. Kleinrechner

    Tim Cook verspricht Update für Mac Mini

  3. Elektrorennwagen

    VW will elektrisch auf den Pikes Peak

  4. Messung

    Über 23.000 Funklöcher in Brandenburg

  5. Star Wars Battlefront 2 Angespielt

    Sternenkrieger-Kampagne rund um den Todesstern

  6. Nach Wahlniederlage

    Netzpolitiker Klingbeil soll SPD-Generalsekrektär werden

  7. Adasky

    Autonome Autos sollen im Infrarot-Bereich sehen

  8. Münsterland

    Deutsche Glasfaser baut weiter in Nordrhein-Westfalen aus

  9. Infineon

    BSI zertifiziert unsichere Verschlüsselung

  10. R-PHY- und R-MACPHY

    Kabelnetzbetreiber müssen sich nicht mehr festlegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

Indiegames-Rundschau: Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
Indiegames-Rundschau
Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
  1. Verlag IGN übernimmt Indiegames-Anbieter Humble Bundle
  2. Indiegames-Rundschau Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  3. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob

  1. Re: Regierung kann die Betreiber nicht zwingen

    robinx999 | 07:26

  2. Re: 400-650g R1234yf pro Fahrzeug

    AllDayPiano | 07:23

  3. Re: Heult doch!

    whitbread | 07:19

  4. Re: Kurz: kann ein Pad nicht ersetzen

    cruse | 07:17

  5. Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    AllDayPiano | 07:11


  1. 07:28

  2. 07:13

  3. 18:37

  4. 18:18

  5. 18:03

  6. 17:50

  7. 17:35

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel