• IT-Karriere:
  • Services:

E-Learning-Anbieter gibt Patentversprechen ab

Blackboard will Patente nicht gegen Open-Source-Projekte einsetzen

Der E-Learning-Anbieter Blackboard hat ein Versprechen abgegeben, seine Patente nicht gegen Open-Source-Projekte einzusetzen. Dabei geht es besonders um ein Patent, dessen Neuüberprüfung das Software Freedom Law Center kürzlich beim US-Patentamt erreichte. Blackboard hat diverse Klagen gegen Mitbewerber laufen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Blackboard verspricht, niemals eines seiner Patente gegen Open-Source-Projekte oder selbstentwickelte E-Learning-Software einzusetzen. Dies umfasst auch kommerziell entwickelte Open-Source-Add-Ons für proprietäre Software sowie Anbieter, die freie Applikationen hosten. Anwender und Entwickler, die etwas zu solchen Projekten beisteuern, sollen ebenfalls geschützt sein. Das Versprechen sei rechtlich bindend, unwiderruflich und weltweit gültig, teilte Blackboard mit.

Stellenmarkt
  1. ITEOS, verschiedene Standorte
  2. SySS GmbH, Tübingen, Frankfurt am Main, München, Wien (Österreich)

"Als Mitglied der E-Learning-Community sind wir dem offenen Austausch von Ideen verpflichtet", kommentierte Blackboard-Präsident Michael Chasen den Schritt seines Unternehmens. Insbesondere hebt Blackboard hervor, dass das US-Patent Nummer 6,988,138 nicht eingesetzt werden solle. Allerdings behält die Firma sich vor, es doch für Klagen zu verwenden, wenn entsprechend geschützte Software mit proprietärer gebündelt wird.

Das besonders von Blackboard erwähnte Patent beschreibt internetbasierte Lehrmethoden. Das Software Freedom Law Center erreichte kürzlich beim US-Patentamt eine erneute Überprüfung, da hier das Prinzip "Prior Art" zutreffen soll. Die von Blackboard patentierte Technik soll also bereits vor der Patentanmeldung existiert haben, womit das Patent hinfällig wäre. Laut Software Freedom Law Center dauert eine solche Prüfung jedoch ein bis zwei Jahre.

Das Software Freedom Law Center hatte die Überprüfung im Auftrag der Open-Source-Projekte Sakai, Moodle und ATutor beantragt, die Klagen auf Grund des Patentes 6,988,138 fürchteten. Blackboard hatte dieses im Juli 2006 als Anlass für eine Klage gegen den Mitbewerber Desire2Learn genommen. Dieser soll seinerseits ebenfalls eine Überprüfung des Patentes beantragt haben. Laut Software Freedom Law Center hat Blackboard noch etwa 44 Klagen auf Grund dieses Patentes laufen.

Das abgegebene Versprechen gibt Open-Source-Projekten nun zumindest vorerst Rechtssicherheit. Dennoch kommt Blackboard um die Überprüfung seines Patentes durch das US-Patentamt nicht herum. Sollte dieses feststellen, dass Prior Art zutrifft, würde es für ungültig erklärt. Das Software Freedom Law Center gab an, nachweisen zu können, dass die beschriebene Technik bereits vor der Patentanmeldung eingesetzt wurde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. G903 Lightspeed für 109,99€, G513 für 109,99€ und G920 Driving Force für 187,99€)
  2. (u. a. Garmin Forerunner 45S Weiß für 139,95€ statt 166,33€ im Vergleich)
  3. (u. a. Apple iPhone 8 Plus 256 GB Grau oder Silber für je 549€ statt 660€ oder 679€ im...
  4. (u. a. mit TV- und Audio-Angeboten, z. B. Samsung UE82RU8009 für 1.699€)

Laforma 06. Feb 2007

Screne, das ist doch eine eindeutige Aussage: "Das Versprechen sei rechtlich bindend...

Pokuslokus 04. Feb 2007

Es kommt einem Denkverbot gleich, wenn individuelle (egal ob verschieden oder gleiche...

x1XX1x 02. Feb 2007

dieses patent ist eine frechheit. aber das sind ja viele im it-bereich...


Folgen Sie uns
       


Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020)

Der Eracing Simulator von Razer versucht, das Fahrgefühl in einem Rennwagen wiederzugeben. Dank Motoren und einer großen Leinwand ist die Immersion sehr gut, wie Golem.de im Hands on feststellen konnte.

Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020) Video aufrufen
Programmieren lernen: Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex
Programmieren lernen
Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex

Der Informatikunterricht an deutschen Schulen ist in vielen Bereichen mangelhaft. Apps versprechen, Kinder beim Spielen einfach an das Thema heranzuführen. Das können sie aber bislang kaum einhalten.
Von Tarek Barkouni

  1. Kano-PC Kano und Microsoft bringen Lern-Tablet mit Windows 10

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Film: Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten
Film
Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten

Drachen löschen die Menschheit fast aus, Aliens löschen die Menschheit fast aus, Monster löschen die Menschheit fast aus: Das Jahr 2020 ist in Spielfilmen nicht gerade heiter.
Von Peter Osteried

  1. Alien Im Weltall hört dich keiner schreien
  2. Terminator: Dark Fate Die einzig wahre Fortsetzung eines Klassikers?
  3. Gemini Man Überflüssiges Klonexperiment

    •  /