FSFE stellt Treuhänder-Vereinbarung unter freie Lizenz

Fiduciary Licence Agreement unter GFDL und CC-By-SA

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat ihre Treuhänderische Lizenzvereinbarung unter zwei Open-Source-Lizenzen veröffentlicht, um so die rechtliche Stärke freier Projekt zu erhöhen. Mit der Vereinbarung können Projekte einen Treuhänder für juristische Fragen bestimmen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die Treuhänderische Lizenzvereinbarung (Fiduciary Licence Agreement - FLA) der FSFE entspricht in etwa dem "Copyright Assignement", das die Free Software Foundation (FSF) in den USA anbietet. Damit können Autoren freier Software die FSFE zu ihrem Treuhänder in juristischen Fragen erklären. Das Copyright wird hierfür gemeinsam mit dem exklusiven Nutzungsrecht an die FSFE übertragen, die unbegrenzte einfache Nutzungsrechte wieder an den Autoren zurücküberträgt. Eine Sicherheitsklausel verhindert, dass die FSFE die übertragenen Rechte für proprietäre Software nutzt.

Nun hat die FSFE die Lizenzvereinbarungen unter der GNU Free Documentation Licence (GFDL) sowie die "Creative Commons Attribution/Share-alike"-Lizenz veröffentlicht. Damit soll die rechtliche Position der Projekte noch weiter gestärkt werden. Sie haben neben der Rechteübertragung an die FSFE auch die Möglichkeit, ihre Rechte einer anderen Organisation zuzuteilen, die dann für das Projekt eintritt. Die amerikanische FSF beispielsweise verwaltet bereits die Rechte für die Backup-Software Bacula. In Europa findet die Betreuung im Rahmen der Freedom Task Force statt.

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