Apple rettet Creatives Hintern
Die Lizenzzahlung wurde im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung vereinbart , nachdem Creative seinem Konkurrenten vorgeworfen hatte, mit seinen iPods MP3-Player-Patente von Creative zu verletzen. Während Apple nun Creatives Zen-Technik nutzen darf, kann Creative fortan iPod-Zubehör entwickeln.
Creative vermeldete nun 424,4 Million US-Dollar Umsatz für das zweite Geschäftsquartal, das am 31. Dezember 2006 endete. Ohne die enorme Finanzspritze von Apple hätte Creative nur 324,4 Millionen US-Dollar Umsatz verbuchen können, was verglichen mit 390,8 Millionen aus dem Vorjahreszeitraum doch deutlich weniger ist.
Dennoch sieht es so aus, als ob Creative wieder Fuß fassen könnte, denn der Nettogewinn des zweiten Geschäftsquartals 2007 hat im Vergleich mit dem des Vorjahresquartals leicht zulegen können – bereinigt von Investitionsspritzen und der Apple-Zahlung von 1,3 Millionen auf 9,9 Millionen US-Dollar. Alles eingerechnet sind es 92,1 Millionen Nettogewinn für das zweite Geschäftsquartal 2007 im Vergleich zu den 8,2 Millionen US-Dollar des Vorjahresquartals.
Creative-Chef Craig McHugh zufolge konnte das Unternehmen im Weihnachtsquartal 2007 rund 2,5 Millionen MP3-Player verkaufen. Die Rohgewinnspanne konnte ihm zufolge um 20 Prozent angehoben werden, woran vor allem die Flash-basierten MP3-Player ihren Anteil hatten. Mit den Verkaufszahlen der OLED-bestückten Flash-MP3-Player Zen V und Zen V Plus zeigte sich McHugh besonders zufrieden, Creative startete ihren Verkauf Mitte 2006.
Im aktuellen dritten Geschäftsquartal 2007, das am 31. März 2007 endet, hat Creative weitere Kostensenkungsmaßnahmen und Einschnitte geplant. Darunter wird die europäische Fertigung und Distribution an Partner ausgelagert, was voraussichtlich 200 Arbeitsplätze kostet. Bereits verkleinert oder geschlossen wurden einige weniger profitabler Creative-Niederlassungen in den USA, was einen Abbau von rund 100 Stellen ausmacht, so McHugh. Sowohl im zweiten als auch im dritten Geschäftsquartal 2007 schlagen sich die Restrukturierungskosten nieder, im zweiten waren es 4,4 Millionen US-Dollar.
Ziel ist es, die Margen auf über 20 Prozent zu steigern, sofern die in den Zen-MP3-Playern steckenden Speicher nicht wieder teurer werden. Damit könnte das Unternehmen dann in den folgenden Quartalen des laufenden Kalenderjahres profitabel arbeiten – sofern Restrukturierungskosten das nicht verhageln.
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