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DragonFly BSD 1.8 mit virtuellen Kerneln

Weiter verbesserte Drahtlos-Unterstützung. Das freie Unix-System DragonFly BSD kommt in der neuen Version 1.8 mit virtuellen Kerneln daher, die als Userspace-Prozess laufen. Zudem gibt es viele neue Netzwerktreiber und deutliche Verbesserungen im WLAN-Bereich, wie beispielsweise Unterstützung für die WPA-Verschlüsselung.
/ Julius Stiebert
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Während die bereits länger in DragonFly BSD verfügbaren Jails nun auch IPv6 und mehrere IP-Adressen unterstützen, gibt es mit virtuellen Kerneln noch einen weiteren Virtualisierungsansatz. Jails stellen einen abgeschirmten Bereich dar, in dem eine komplette Betriebssystem-Instanz läuft, die allerdings den Host-Kernel nutzt. Im Unterschied dazu ist es mit virtuellen Kerneln möglich, weitere Kernel als Userspace-Prozess zu starten. Hierfür gibt es auch ein extra Build-Ziel, um diese Kernel-Varianten zu kompilieren, die auf Hardware-Treiber verzichten, jedoch einen virtuellen Festplatten- und Netzwerktreiber enthalten. Die Geschwindigkeit der unter einem solchen Kernel laufenden Programme soll maßgeblich von der Anzahl der Systemaufrufe abhängen.

Neben etlichen neuen Netzwerktreibern gibt es zudem Verbesserungen bei der WLAN-Unterstützung. So wird nun WPA-Verschlüsselung unterstützt und die TX-Rate lässt sich kontrollieren. Eine einheitliche Programmierschnittstelle für WLAN-Treiber wurde ebenfalls eingeführt. Das Dateisystem Nullfs wurde in großen Teilen neu geschrieben.

Zudem aktualisierten die Entwickler die enthaltenen Programme, so dass OpenSSL nun in der Version 0.9.8d enthalten ist. BIND ist in Version 9.3.2-P1 dabei, Sendmail in der Version 8.13.8. Der Compiler GCC 4.1 zählt nun ebenfalls zum Lieferumfang und die USB-Unterstützung wurde aus FreeBSD 6 übernommen. Eine Übersicht über die vorgenommenen Änderungen und Fehlerkorrekturen geben die Release-Notes(öffnet im neuen Fenster).

Das ursprünglich von FreeBSD abgespaltene DragonFly BSD steht in der Version 1.8 ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Die CD-Images enthalten nun auch die Kernel-Quellen.


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