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Grüne Welle: Ampel-Simulation in Echtzeit

Autos sollen per WLAN Infos empfangen, wann die Ampel auf Rot schaltet

Der Lehrstuhl für Verkehrstechnik der TU München arbeitet derzeit daran, den Verkehrsfluss in Städten in Echtzeit zu optimieren. Die Ampelschaltung soll je nach Verkehrslage an die Zahl der vorüberrollenden Autos angepasst werden und somit möglichst lange eine grüne Welle garantieren. Weiter wollen die Forscher die Ampeln per WLAN mit dem Auto kommunizieren lassen und so Geschwindigkeitsempfehlungen aussprechen.

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Im Rahmen des Projektes Travolution beschäftigt sich Professor Fritz Busch von der TU München seit April 2006 mit der Frage, wie der Verkehrsfluss quer durch die Stadt optimiert und Staus verhindert werden können. Er und sein Team sind auf der Suche nach der optimalen Schaltung für das jeweilige Verkehrsaufkommen.

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10 bis 30 Meter vor einer Kreuzung sind in die Fahrbahn etwa 1 bis 2 Meter lange Induktionsschleifen eingelassen, erklärt Projektmitarbeiter Robert Braun. Über diese Induktionsschleifen wird die Zahl der Autos gemessen, die pro Minute die Schleife passieren. Die Daten gehen an den Großrechner der zentralen Verkehrsleitstelle. In Zukunft sollen nach dem Willen von Busch diese Daten herangezogen werden, um in Echtzeit im gesamten Ampelnetz eine verbesserte Rotlichtschaltung hinzubekommen.

Das Forschungsteam entwickelt in Zusammenarbeit mit Gevas Software die genetischen Algorithmen, die die Anzahl der Autos und die gerade aktive Ampelschaltung mit alternativen Ampelschaltszenarien vergleichen. Der Großrechner simuliert hierbei Änderungen beispielsweise für die Dauer einer Rotphase.

Stellt der Rechner fest, dass eine verkürzte oder verlängerte Schaltphase oder eine komplette Verschiebung der Phasen zweier benachbarter Ampeln den Verkehr flüssiger fließen lässt, soll die aktuelle Schaltung entsprechend variiert werden. So nähert sich der Großrechner an die optimale Ampelschaltung für die aktuelle Situation an. Der Datentausch erfolgt dabei online im gesamten Ampelnetz, der Verkehr wird damit quasi in Echtzeit gesteuert. Wie viele Ampeln zugleich in das Optimierungsprojekt einbezogen werden können, steht derzeit noch nicht fest.

In einem zweiten Teil des Projektes, an dem Audi beteiligt ist, soll die Ampel auch mit den Autos kommunizieren. Dazu wird neben dem Steuerkästchen für die Regelung der Ampelschaltung ein WLAN-Modul platziert, das dem Autofahrer Daten darüber sendet, wie lange die Ampel noch grün ist bzw. wann sie auf Rot schaltet. Damit einhergehen sollen Geschwindigkeitsempfehlungen für den Fahrer.

Die Verkehrsingenieure um Fritz Busch wollen zusammen mit ihren Partnern Audi, Gevas Software und dem Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation der Stadt Ingolstadt noch dieses Jahr in Ingolstadt einen Feldversuch mit 47 Ampeln starten. Audi plant ebenfalls für 2007 eine Demonstration der WLAN-Kommunikation zwischen Ampel und Auto anhand von drei Ampeln.



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sbuci 15. Apr 2007

Hat man schon auch danach gedacht, wieviel kostet die nötige Investition?? Es kann...

AlgorithMan 25. Jan 2007

tolles argument - übersetzt: "seh ich nicht so, also bist du doof" geh in den...

Thor 24. Jan 2007

mach ich... wenn man den Autofahrern das Leben möglichst schwer und Menschen die sich...

Guu 24. Jan 2007

Nicht wirklich. WLAN ist eine Funktechnik, kein Protokoll. Die Ampel kann auch einfach...

Clown 24. Jan 2007

Warum sollte man Fußgängerampeln nicht auch mit in dieses System einfügen. Klar ist es...


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