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Das endgültige Aus der Dreamcast

Sega stellt GD-ROM-Produktion ein. Die Produktion seiner bis dato letzten Spielekonsole, der Dreamcast, hat Sega bereits im Jahr 2001 eingestellt , es erschienen aber – vor allem von anderen Publishern – immer noch Umsetzungen von Automatenspielen für das Gerät. Die speziellen GD-ROM-Medien für die Dreamcast hat Sega bisher noch produziert – das wird sich aber laut Sega in Kürze ändern.
/ Christian Klaß
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Ab und an erscheinen noch kommerzielle Dreamcast-Spiele, ohne die etwa 1,2 Gigabyte Daten fassenden proprietären GD-ROMs können sie jedoch nicht mehr angeboten werden. Als Alternative gibt es zwar die Möglichkeit, auch CDs zu verwenden, was etwa bei Demos und Schwarzkopien genutzt wurde, doch nicht alle Dreamcast-Versionen sollen damit laut Sega funktionieren.

Aktuellere Dreamcast-Spiele wurden ursprünglich für Spielhallen-Automaten entwickelt , die auf Segas ebenfalls in die Jahre gekommenen Naomi- und Naomi-2-Platinen basieren(öffnet im neuen Fenster) und teils mit GD-ROM-Laufwerk bestückt sind. Die Portierung von Naomi-Spielen auf die Dreamcast soll auf Grund der ähnlichen Hardware eher unproblematisch und günstig sein – die Entwickler müssen ihre Naomi-Spiele hauptsächlich wegen des nur halb so großen Grafik- und Hauptspeichers der Dreamcast anpassen.

Fans konnten bisher noch auf die Dreamcast-Umsetzungen der Automatenspiele hoffen, mit dem Wegfall der GD-ROM ist diese Hoffnung dahin. Zumindest drei Spiele wird es wohl noch geben, allesamt Arcade-Shooter: das für Januar 2007 angekündigte "Last Hope" von Redspotgames, dessen Zahl an Vorbestellungen laut dem Videospiel-Importshop Play-Asia.com(öffnet im neuen Fenster) vergleichsweise gut aussieht, das Ende Februar 2007 kommende "Trigger Heart Exelica" (Warashi) und das im März 2007 ebenfalls ausschließlich in Japan erscheinende "Karous / Crow" von Milestone. Nur Last Hope soll ohne Regionsabfrage kommen. Für die Zeit danach sieht es dann ohne GD-ROMs düster aus.

Und so gibt es zumindest eine Petition(öffnet im neuen Fenster) , mit der die japanische Konzernzentrale von Sega um Weiterführung gebeten wird. Für die Entwickler von Spielhallentiteln für Sega-Naomi-Boards gäbe es zumindest die Möglichkeit, statt des GD-ROM-Upgrades ROMs als nicht flüchtigen Datenträger zu verwenden, womit dann auch schneller geladen wird, aber vermutlich auch weniger Speicherplatz zur Verfügung steht.


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