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Ansturm: Burning Crusade per Mitternachtsverkauf gestartet

World-of-Warcraft-Erweiterung sorgte für nächtlichen Besucheransturm. World-of-Warcraft-Fans konnten in der Nacht vom 15. zum 16. Januar 2007 im Mitternachtsverkauf bei teilnehmenden Händlern die neue Erweiterung "The Burning Crusade" erstehen – und in der Hauptstadt sogar von einem Blizzard-Entwickler signieren lassen. Vor allem die limitierte Sammleredition war begehrt, aber schnell ausverkauft.
/ Christian Klaß
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So mancher abendliche Passant verstand die Aufregung um ein Computerspiel nicht, während die Fans auf den stückweisen Einlass warteten, von zwei oder drei Fernsehsendern befragt wurden oder sich über Spielserver und darauf befindliche Helden austauschten. Vor der Filiale des Elektronikmarktes im Berliner Bezirk Charlottenburg, dessen Signierstunde Blizzard schon im Vorfeld bewarb, standen auch eine Stunde nach Einlass noch viele Personen in der Kälte und warteten auf Einlass. Auch aus anderen Städten gibt es Berichte von langen Warteschlangen und Gedränge.

Hatte man es in Berlin-Charlottenburg durch die wartende Menge ins Einkaufszentrum geschafft, dann ging es über eine Rolltreppe erst nach unten in den Elektronikmarkt, dann nach einer Sicherheitskontrolle und per Warteschlange am üblichen Elektronikmarkt-Sortiment vorbei hin zu mehreren Paletten voller Burning-Crusade-Verpackungen. Während die normale Verkaufsversion der World-of-Warcraft-Erweiterung in ausreichender Menge vorhanden zu sein schien, war die Palette mit der "World of WarCraft: The Burning Crusade – Collector's Edition" um etwa 0:45 Uhr ausverkauft.

Die Beschränkung auf eine Sammleredition pro Person half daran auch nicht viel, die Nachfrage war größer als das Angebot. So mancher Kunde machte deshalb auch ein langes Gesicht, als bekannt wurde, dass nur noch die normale Version zu haben war. Für viele war es die letzte Möglichkeit, noch die seit langem in Vorbestellungen ausverkaufte Sammleredition zu ergattern. Vielen ging es aber auch nur darum, einfach die Erweiterung spielen zu können, die auf den Servern seit dem 16. Januar 2007 zugänglich ist und unter anderem zwei neue Rassen, neue Gebiete, neue Abenteuer und eine neue maximale Spielstufe (70) mit sich bringt.

Zumindest eine Person fiel der Golem.de-Redaktion auf, die nach dem Bezahlen versuchte, ihre Sonderedition den restlichen Anwesenden für das Doppelte oder Dreifache des eigentlichen Preises anzubieten. In Online-Auktionshäusern und auch bei einem großen Online-Versender, bei dem Kunden selbst Waren anbieten können, sieht es nicht anders aus. So viel Geld werden aber wohl nur hartgesottene Fans zahlen wollen.

Wer sein Burning Crusade in den Händen hielt, konnte es vor dem Gang zur Kasse noch von Blizzards "Lead Dungeon Designer" Brian Morrisroe (31) signieren lassen. Blizzard hat noch in drei anderen europäischen Städten Signierstunden mit unterschiedlichen Blizzard-Entwicklern organisiert. Nachdem keine Sondereditionen mehr erhältlich waren, wurde im Charlottenburger Elektronikmarkt noch eine zweite Schlange eingerichtet für diejenigen Kunden, die keine Unterschrift mehr haben, sondern schnell nach Hause wollten – ins Bett oder zum eigenen PC. Noch scheint es keine Serverprobleme zu geben, das könnte sich im Laufe des Tages auf Grund des großen Interesses aber ändern.

Ganz ohne Probleme lief der Burning-Crusade-Start bisher nicht ab: "Aufgrund unvorhergesehener Produktionsschwierigkeiten werden Inhaber der europäischen World of Warcraft: The Burning Crusade Collector’s Edition einige zusätzliche Schritte ausführen müssen, um ihr exklusives In-Game Netherwelpen-Haustier zu erhalten" , erklärte ein Blizzard-Mitarbeiter am 15. Januar 2007 im offiziellen europäischen World-of-Warcraft-Forum. Kunden wird empfohlen, die Beweise für den Kauf sowie den kompletten Inhalt der Collector’s Edition Box, einschließlich der Inhaltsauflistung, nach dem Kauf aufzubewahren – die Anleitung zum Ergattern des Haustiers(öffnet im neuen Fenster) und eines weiteren Haustiers (ein weißer Murloc) als Entschädigung wurde mittlerweile veröffentlicht. Zudem scheint es(öffnet im neuen Fenster) vereinzelt Probleme mit fehlenden oder ungültigen Schlüsseln zu geben.


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