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Zahlen mit dem Handy - oder eher nicht?

Akzeptanz vor allem bei jungen Leuten. Mobile Zahlverfahren, kurz M-Payment genannt, sollen bald in allen Lebensbereichen an Gewicht gewinnen. So erwartet der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft, dass sich die Zahlungen schnell zu einem Milliardengeschäft entwickeln. Steria Mummert Consulting dagegen rechnet nicht vor 2011 mit einer flächendeckenden Einführung.
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In der eco-Studie Trendbarometer 2006, in der allerdings nur 54 Branchenkenner befragt wurden, gehen 78 Prozent der Befragten davon aus, dass mobile Zahlungsmethoden künftig bei E-Commerce-Transaktionen bedeutsam sein würden. An den Kassen von Supermärkten und anderen Einzelhandelsläden rechnen zwei Drittel der Experten mit einer schnellen Modernisierung der Zahlweise. 2004 sollen nur gut ein Drittel (34 Prozent) der Manager an diese Form der Bezahlung geglaubt haben.

Nicht ganz so rosig sieht Steria Mummert Consulting, das 107 Entscheider aus der Branche interviewt hat, die Entwicklung: Nur jeder zehnte Topmanager in den Telekommunikationsunternehmen geht davon aus, dass das Mobiltelefon als Geldbörse in den nächsten fünf Jahren über alle Altersgruppen hinweg akzeptiert wird. Die Mehrheit der Telekommunikationsanbieter (52,7 Prozent) rechnet dagegen damit, dass mobile Zahlungsmöglichkeiten per Handy in den nächsten fünf Jahren ausschließlich von der jüngeren Generation nachgefragt werden.

Die Markteinführung des "Mobile Payment" dürfte daher über 2011 hinaus auf sich warten lassen. Das ergibt die Untersuchung TELCO Trend, die von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit TeleTalk im August 2006 durchgeführt wurde.

Einig sind sich die beiden Studien nur beim Ticketkauf. Ecos Befragte sind zu 100 Prozent der Meinung, dass an Automaten – etwa zum Kauf von Tickets oder Zigaretten – das Handy zum Bezahlen Verwendung finden wird.

Erste Versuche für elektronische Fahrscheine sind bereits erfolgreich verlaufen. Das Ticket wird nach dem Einlesen im Handy gespeichert und kann bei einer Kontrolle im Display vorgezeigt werden. Der Einsatz von mobilen Zahlungssystemen wird, so die Mummert-Studie, nach Ansicht von 65 Prozent der Anbieter im öffentlichen Personennahverkehr ein Anwendungsfeld finden.

43 Prozent wollen die Technik für den elektronischen Erwerb von Eintrittskarten für Veranstaltungen wie beispielsweise Kino oder Konzerte einsetzen.

Für den langfristigen Erfolg ist die Zusammenarbeit von Banken, Kreditkartengesellschaften und Telekommunikationsanbietern Voraussetzung. 95 Prozent sehen laut eco dabei die Kreditinstitute in der Verantwortung, gefolgt von den Netzbetreibern (80 Prozent). Die Netzbetreiber scheinen dabei in weit geringerem Maße eine Schlüsselrolle zu spielen, als die Experten noch vor zwei Jahren annahmen.


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