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EU-Studie sieht Wirtschaftlichkeit von Open Source

Einsatz freier Software solle auch durch steuerliche Behandlung gefördert werden

Die Europäische Kommission hat eine Studie zur Wirtschaftlichkeit von freier Software veröffentlicht, in der auch die weitere Förderung von Open Source empfohlen wird. So habe freie Software direkt Einfluss auf die Wirtschaft, da Firmen so Entwicklungskosten einsparen könnten. Als Open Source freigegebene Software solle außerdem mit Spenden für wohltätige Zwecke gleichgesetzt werden, so die Autoren.

Die unter der Leitung der Universität Maastricht geführte "Study on the Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU" (PDF) entstand bereits im November 2006, wurde jedoch erst jetzt auf den Seiten der Europäischen Kommission veröffentlicht. Darin wird die Rolle freier Software in der Wirtschaft sowie ihr direkter Einfluss auf den Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektor untersucht. Dabei kommen die Autoren der Studie zu dem Schluss, dass insbesondere der Marktanteil bei Betriebssystemen in Europa höher sei als in den USA.

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Die generelle Marktpenetration freier Software sei ebenfalls hoch, sowohl bei Firmen als auch im öffentlichen Sektor. Hier könnte Europa allerdings bald von Asien und Lateinamerika abgelöst werden. Auch die meisten der weltweit zusammenarbeitenden Open-Source-Entwickler säßen in Europa, dicht gefolgt von Nordamerika, wobei laut der Studie etwa zwei Drittel aller Open-Source-Produkte von Einzelpersonen entwickelt werden.

Um die existierende, qualitativ hochwertige freie Software selbst zu programmieren, eine angemessene Qualitätskontrolle und Distribution sicherzustellen, müssten Firmen etwa 12 Milliarden Euro investieren. Außerdem kommt die Studie zu dem Schluss, dass die Entwicklungsleistung für die vorhandene Basis mindestens 131.000 Arbeitsjahren entspräche. So gesehen komme dies einer freiwillig erbrachten Leistung von 800 Millionen Euro pro Jahr gleich und repräsentiere damit eine Lücke in der volkswirtschaftlichen Produktion. Dennoch hätten auch Firmen etwa 1,2 Milliarden Euro in Software investiert, die anschließend frei zugänglich gemacht wurde.

Der indirekte Einfluss freier Software liege beispielsweise im Einsparungspotenzial von 36 Prozent in Forschung und Entwicklung, die sich wiederum in neue Innovationen investieren ließen. Somit sei eine Umstellung von proprietärer Software in der Regel mit Einsparungen verbunden, die aber erst langfristig zu erreichen seien, da besonders zu Beginn Schulungskosten und Ähnliches anfielen.

Zudem geben die Autoren der Studie auch Strategien vor. So solle die Politik die Benachteiligung freier Software in Forschung und Entwicklung verhindern. Auch müsse vermieden werden, dass freie Software bei der finanziellen Förderung durch die öffentliche Hand benachteiligt werde. Ferner soll im Bildungssystem ein lebenslanger Lock-In-Effekt vermieden werden, indem Studenten mit Fähigkeiten anstatt mit speziellen Programmen versorgt würden. Zudem sollen sie direkt ermuntert werden, sich in der Open-Source-Community zu beteiligen. Darüber hinaus schlagen die Wissenschaftler auch eine steuerliche Gleichbehandlung freier Software vor: Die Freigabe von Open-Source-Produkten soll genauso gewertet werden wie Spenden für wohltätige Zwecke.

Für die Studie wurden sechs europäische Organisationen untersucht, insbesondere auch die spanische Region Extremadura, die ihre Computer in der Verwaltung auf Open Source umstellte.


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BSDDaemon 26. Jan 2007

Du solltest lesen lernen. Die Sonne geht nicht auf uns unter. Sie bewegt sich. Damit sie...

ubuntu_user 14. Jan 2007

netbeans kann auch c++^^

R2D2 13. Jan 2007

"könnte", "würde", "müsste" Selten so ein dummes Gesülze gelesen, Freie Software wird...




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