Novell: SCO-Pleite steht bevor

Streit um Einnahmen aus Unix-Lizenzen geht weiter

Novell will noch immer an SCOs Geld. Um dies zu beschleunigen, legten die Anwälte der Firma dem Gericht nun erneut ein Papier vor, in dem SCOs Bankrott als "unumgänglich" bezeichnet wird. In dem Streit geht es um Geld, das SCO durch Unix-Lizenzen eingenommen hat.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

In dem auf der Prozessbeobachtungsseite Groklaw veröffentlichten Dokument (PDF) bezeichnet Novell den Bankrott des Unternehmens SCO als "unumgänglich" und "bevorstehend". Diese Tatsache sei der Grund, weshalb Novells Forderungen stattgegeben werden solle. Ein SCO-Sprecher widersprach diesem Vorwurf jedoch und erklärte, Novell wolle die Kunden verunsichern, berichtet Groklaw. Am 17. Januar 2007 werde die Firma die Zahlen für das vierte Quartal 2006 vorlegen - dabei sagte der SCO-Sprecher jedoch nicht explizit, dass SCO nicht bankrott gehe.

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Novell hatte Anfang Oktober 2006 ein "Summary Judgement", also eine Entscheidung ohne Gerichtsverfahren, oder eine "Preliminary Injunction", also eine einstweilige Verfügung, gefordert. Novell beansprucht für sich sämtliche Einnahmen, die SCO durch den Verkauf von Lizenzen für Unix System V erzielte. Konkret sind dies rund 25 Millionen US-Dollar, die aus Verkäufen von Microsoft und Sun stammen und von SCO als Kriegskasse für die Prozesse gegen Novell und IBM genutzt wurden.

Würde SCO Pleite gehen, könnte Novell seine Forderungen nicht mehr erhalten. Das neue Dokument soll das Gericht erneut auf diese Gefahr hinweisen. Sofern das Summary Judgement abgelehnt wird, möchte Novell eine einstweilige Verfügung erwirken.

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