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Interview: Was kostet uns Web 2.0?

Netzeitung: Herr Lovink, wie viele Stunden verbringen Sie täglich vor dem Computer?

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Lovink: Viel zu wenig. Ich leide nicht an Internetsucht und habe ein lebendiges Sozialleben. Außerdem ist Vernetzung etwas Zwischenmenschliches, die Technologie selbst wird auch immer sozialer.

Netzeitung: Wie hat das Internet unser Kommunikationsverhalten geändert?

Lovink: Ob wir mehr kommunizieren, geschweige denn mehr zu sagen zu haben, lasse ich offen. Und die technologischen Neuigkeiten lasse ich das sein, was sie sind - ein Marketing-Trick. Die Kommunikation selbst ist digital und global. Das war früher nicht so. Die Geschwindigkeit in Echtzeit hat zugenommen. Wir haben die Freiheit, von jedem Ort aus miteinander zu reden; in Amsterdam ist es üblich geworden, unterwegs auf dem Fahrrad mobil zu telefonieren.
Aber all diese Gadgets werden schnell zum Alltag. Die Änderungen in den Verhaltsweisen, die einmal als Revolution verkauft wurden, treten zurück und werden in die Normalität eingebaut. Was übrig bleibt, ist eine generelle Intensivierung der Zeit.

Netzeitung: Das muss ja kein Nachteil sein.

Lovink: Stimmt. In einer Ära der Zeitbeschleunigung könnten sich Änderungen, die wir nie geahnt haben, rasch durchsetzen.

Netzeitung: Welche Änderungen können da kommen?

Lovink: Ich bin weder Visionär noch Futurist. Mir ist die Frage wichtig, ob und wie kritische Kulturinhalte gefördert werden können, und nicht, für welchen Träger sie konzipiert werden.

Netzeitung: Also am besten selbst Medien machen. Was braucht es dazu?

Lovink: Kritik, Agitation, sich selbst beklagen können, introvertierte Debatten, wilde Grafik, schräges Radio, laute Videos, hyperindividuelle Blogs, alternative Diskurse. Das alles gibt es und vieles mehr. Was mir an "kritischen Medien" am meisten auffällt, ist ihre Verwurzelung innerhalb der Gesellschaft. Sie stehen fast nie außerhalb, egal wie marginal sie sind. Es ist verdammt hart, unzeitgemäß zu werden.

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ThadMiller 15. Jan 2007

Meines Wissens sind Taschenrechner in den unteren Klassen immernoch verboten. Jeder der...

ThadMiller 15. Jan 2007

Troll dich...

Hans Guck 15. Jan 2007

Na ja kommt auf den Standpunkt an, gelle? Moechte Ihnen ja nicht unterstellen, dass der...

Weasel 15. Jan 2007

"Der Begriff Web 2.0 beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des...

Michael - alt 14. Jan 2007

Mal abgesehen davon, daß es kein Web 2.0 gibt, ich habe soviekl gequirrltes dummes Zeug...


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