Interview: Was kostet uns Web 2.0?

Netzeitung: Mal angenommen, Sie wollen sich morgens beim Kaffee über die Welt informieren. Greifen Sie dann zu einer Zeitung oder gehen sie ins Netz?

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Lovink: Weil mich die niederländischen Medien langweilen, lese ich Google News auf Englisch und die Online-Ausgabe des Sydney Morning Herald.

Netzeitung: Sie gehen also ins Netz.

Lovink: Ja, aber ich muss gestehen, dass ich nicht oft im Internet Nachrichten lese, sondern dort hauptsächlich e-maile. Nachrichten höre ich am liebsten im Radio, meistens beim BBC Worldservice oder bei einem lokalen Sender, also dort, wo ich mich gerade aufhalte.

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Netzeitung: Warum eigentlich mailen? Da hocken lauter einsame Menschen vor ihren Computern und schicken sich Botschaften, anstatt sich am Telefon oder persönlich zu unterhalten. Ist so viel mailen nicht dröge?

Lovink: Klar, aber die Telefontarife sind immer noch teuer. Wir können leider noch nicht zum Lokaltarif global kommunizieren. Bei Mails geht das, E-mail is the poor man's medium. Außerdem kann man ja auch von einem Handy, PDA oder Blackberry E-Mails verschicken.
Klar, es gibt immer Gründe, weswegen Leute, die allein am Bildschirm arbeiten, Dating-Sites besuchen oder warum Jugendliche manchmal Angst vor öffentlichen Räumen bekommen. Aber das Internet produziert eben auch Verkehr, in der Luft, auf den Autobahnen, in den Cafés und Restaurants. Das steht aber nicht im Widerspruch zur 'elektronischen Einsamkeit', die Sie ansprechen.

Netzeitung: Können Sie sich noch erinnern, wann Sie zum ersten Mal im Internet waren?

Lovink: Das war im August 1989 während der Galactic Hacker Party. Dort hat vieles von dem begonnen, was sich in den Jahren danach mit xs4all und der Digitalen Stadt entfaltet hat. Der Event wird alle drei, vier Jahre wiederholt.

Netzeitung: Wie sah das Internet 1989 aus? Erzählen Sie!

Lovink: Bis 1994, als mit Mosaic und Netscape die ersten Webbrowser erschienen, war das Internet text-only. Man musste alles als Befehl eingeben. Jetzt passiert das immer noch, aber wir sehen nichts mehr davon, weil wir diese schönen Oberflächen und Knöpfe haben, auf denen wir herumklicken. Damals mussten alle Benutzer eine Art Programmiersprache lernen, sonst lief gar nichts.

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ThadMiller 15. Jan 2007

Meines Wissens sind Taschenrechner in den unteren Klassen immernoch verboten. Jeder der...

ThadMiller 15. Jan 2007

Troll dich...

Hans Guck 15. Jan 2007

Na ja kommt auf den Standpunkt an, gelle? Moechte Ihnen ja nicht unterstellen, dass der...

Weasel 15. Jan 2007

"Der Begriff Web 2.0 beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des...

Michael - alt 14. Jan 2007

Mal abgesehen davon, daß es kein Web 2.0 gibt, ich habe soviekl gequirrltes dummes Zeug...



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