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Aktionismus? Bayerns Kabinett will "Killerspiele" verbieten

Bayerns Bundesratsinitiative umfasst neben dem Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetzbuch auch das "Verbot real nachempfundener Killerspiele" wie Gotcha, Paintball oder Laserdrome im Ordnungswidrigkeitenrecht. Mit weiteren Gesetzesänderungen sollen etwa höhere Bußgelder (500.000 statt 50.000 Euro) für Verstöße verhängt oder der Verleih und die Vermietung indizierter Spiele auch an Erwachsene verboten werden können. Zudem soll der USK stärker auf die Finger geschaut werden - die Länder sollen die Experten aussuchen. Dazu kommt noch eine Initiative auf europäischer Ebene, "wegen der internationalen Vernetzung der Medienangebote".

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"Menschenverachtende virtuelle Gewaltspiele haben eine gewaltabstumpfende Wirkung und wirken auf labile Personen auch stimulierend. Um solche Gewaltspiele effektiv bekämpfen zu können, brauchen wir ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot im Strafrecht", erläuterte Stewens Bayerns Pläne. Wer allerdings Verbote fordert, ohne dabei womöglich deutlich relevantere Umstände von Gewalttaten zu berücksichtigen, müsste eigentlich mit noch viel größerer Vehemenz den Verkauf und das Führen von Waffen und den Vertrieb und Besitz von Alkohol generell verbieten wollen. Denn Messer machen Mörder, scharfe Schusswaffen - historische oder solche für den Sport eingeschlossen - können töten und Alkohol senkt bekanntermaßen die Hemmschwellen auch für Gewalt. Bisher waren entsprechende Forderungen aber aus der Politik nur höchst selten zu hören.

Stewens sieht - anders als die Bundesregierung, die USK, die Spielehersteller sowie Spieler - die bestehenden Verbotsregelungen als nicht ausreichend an, um "derartige Gewaltspiele wirklich vom Markt zu drängen." Was mit "derartig" gemeint ist, wurde im Rahmen der Ankündigung der bayerischen Initiative nicht genau gesagt - eine eindeutige Definition des reißerischen und deswegen wohl besonders medienwirksamen Begriffs "Killerspiele" scheint derzeit weiterhin nicht zu bestehen und dieser je nach Kenntnisstand und Abneigung genutzt zu werden.

"Spiele, die in menschenverachtender Weise real nachempfundene Verletzungs- oder Tötungshandlungen von Mitspielern unter Einsatz von Schusswaffen oder diesen nachgebildeten Gegenständen simulieren, widersprechen in elementarer Weise der Werteordnung unserer Gesellschaft", betont Stewens. Die rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung solcher Spiele seien bislang noch unzureichend. Überspitzt formuliert: Noch können Kinder auf dem Spielplatz ungestraft Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer spielen.

Auch das Internet wurde als Problem ausgemacht: Laut dem bayerischen Medienminister Eberhard Sinners müsse in Zukunft durch technische Sperren auch im Internet eine verbindliche Altersprüfung sichergestellt werden. Vorgeschlagen wird eine Pflicht zur Kennzeichnung, über die eine Eignung von Internetangeboten für ein bestimmtes Alter angegeben wird. Außerdem soll die Zuständigkeit der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) auf jugendgefährdende Online-Angebote für Handys ausgedehnt werden, "um zum Beispiel besser gegen die Verbreitung von Gewaltvideos auf Schülerhandys vorgehen zu können".

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libanonplayer 29. Dez 2007

halts maul über uns moslems wollts ihr sagen wir sind schlächte menschen, schauts euch an...

Nachtigall 07. Mär 2007

Das kannst nur du dir selber beantworten. nfg

Tobias Claren 07. Mär 2007

Die Politseppel sind ja die die sich besonders im Hetzen hervortun. Gerade der Stoiber...

Bibabuzzelmann 13. Feb 2007

Ein Verbrecher ist das ? lol Naja, scheint wirklich harmlos zu sein :)

Bibabuzzelmann 13. Feb 2007

Also meine Männlichkeit hab ich schon von geburt an, ich spiele solche Spiele eigentlich...


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