Was die iPhone-Revolution vermissen lässt
Das iPhone als eine offene Plattform hat Steve Jobs in seiner Keynote nicht angekündigt und so manche Applikation scheint dem Gerät zu fehlen. So war beispielsweise nicht die Rede davon, dass sich Word-Dateien öffnen lassen, wie es für Smartphones heute eine Selbstverständlichkeit ist. Immerhin werden Widgets unterstützt, so dass sich kleinere Applikationen realisieren lassen sollten, nur vermutlich keine nativen Applikationen, die tief in das System eingreifen wie es SymbianOS, PalmOS oder Windows Mobile erlauben. Auch von einer Java-Fähigkeit war keine Rede.
Auch hardwareseitig ist das Gerät offenbar ein geschlossenes System, Speicherkarten nimmt es nicht auf, ist also auf den internen Speicher von 8 GByte beschränkt. Der Akku ist wohl wie beim iPod fest eingebaut. Zudem berichten diverse US-Medien(öffnet im neuen Fenster), dass eine drahtlose Synchronisation angeblich ebenfalls nicht möglich sein soll.
Das "revolutionäre" Bedienkonzept muss zudem ohne Tastatur auskommen. Das dürfte es schwierig machen, das iPhone etwa beim Laufen zu bedienen. Da die Tasten nicht zu erfühlen sind, wird man den Blick wohl auf das Display richten müssen. Auch in ruckelnden Gefährten wie Bussen oder Straßenbahnen erfordert eine Touchscreen-Bedienung sehr konzentriertes Arbeiten, um keine falschen Funktionen aufzurufen. Es muss sich noch zeigen, wie gut Apple diese Probleme gelöst hat.
Dabei sollte man eines aber nicht vergessen: Das iPhone kommt erst in einem halben Jahr auf den Markt. Es ist gut möglich, dass sich Steve Jobs noch einige Details für diesen Zeitpunkt aufgespart hat. Schließlich verrät Apple zum Betriebssystem bislang nicht viel und manche Funktion könnte zudem durch Software-Updates später hinzukommen. Womöglich wird das iPhone auch noch zu einer mobilen Spieleplattform.
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