Abo
  • Services:

Kreditkarten-Transaktionen entlarven Kinderporno-Kunden

Zusammenarbeit von Strafverfolgung und der deutschen Kreditkartenwirtschaft

Dank einer engen Zusammenarbeit mit der deutschen Kreditkartenwirtschaft konnten das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt und die Zentralstelle der Staatsanwaltschaft Halle einen "bedeutenden Ermittlungserfolg gegen Kinderpornografie" vermelden. Insgesamt 322 deutsche Tatverdächtige wurden ermittelt, die über eine im Ausland betriebene Website per Kreditkarte kinderpornografisches Material bezogen.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung des Ministeriums des Innern und des Ministeriums der Justiz Sachsen-Anhalt meldete der Mitarbeiter eines Fernsehsenders die Website, die auch "massiv" mit der Darstellung sexuellen Missbrauchs von Kindern geworben habe. Weiteres Material in einer Größenordnung von etwa drei Gigabyte habe für Bezahlkunden zur Verfügung gestanden.

Stellenmarkt
  1. WIN Creating Images, Berlin
  2. ADAC Customer Service GmbH, Essen

Sat.1 zufolge lieferte ein Reporter der Fernsehsendung Akte den Ermittlern des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt den Hinweis - in der für den heutigen 9. Januar 2007 um 22:15 Uhr angekündigten entsprechenden Akte-Folge sollen Oberstaatsanwalt Peter Vogt und Chefermittler Torsten Meyer über den aktuellen Stand der Ermittlungen berichten.

In einer Pressekonferenz in Magdeburg informierten Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb und Innenminister Holger Hövelmann (beide SPD) über die Ergebnisse der Ermittlungsgruppe "Mikado". Der Zugang zum Mitgliederbereich der Website sei ausschließlich nach Zahlung eines hohen zweistelligen US-Dollarbetrages per Kreditkarte (Visa oder Master Card) möglich gewesen. Anhand der Ermittlung "eindeutiger Geldtransferinformationen" sollen alle deutschen Kunden namentlich identifiziert und die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sein.

Laut Spiegel Online wurden mehr als 20 Millionen Kreditkarten auf fünf von den Ermittlern vorgegebene Kriterien hin überprüft. Unter anderem sei untersucht worden, ob die Kunden in einem bestimmten Zeitraum 79,99 Dollar auf ein verdächtiges Auslandskonto überwiesen hatten. Haben alle Merkmale zugetroffen, seien die persönlichen Daten an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. "Das Verfahren ist grundsätzlich so in Ordnung", zitiert Spiegel Online den stellvertretenden Datenschutzbeauftragten Schleswig-Holsteins, Johann Bizer. Das Ermittlungsrecht erlaube derartige Maßnahmen.

Minister Hövelmann lobte die Zusammenarbeit mit den Polizeidienststellen aller Bundesländer. Ihm zufolge wurden bereits Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Ein Großteil der insgesamt 322 deutschen Tatverdächtigen sei "sofort umfassend geständig" gewesen, berichtete Ministerin Kolb.

Die Personen verteilten sich auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (68 Personen), Bayern (56), Baden-Württemberg (36), Hessen (30), Niedersachsen (27), Rheinland-Pfalz (23), Berlin (17), Sachsen (15), Brandenburg (11), Hamburg (10), Schleswig-Holstein (8), Saarland (6), Thüringen (5), Bremen (5), Mecklenburg-Vorpommern (3) und Sachsen-Anhalt (2).

"Über zehn Prozent der ermittelten Tatverdächtigen sind bereits einschlägig mit dem Besitz bzw. der Verbreitung von Kinderpornografie in Erscheinung getreten. Unter diesen Personen befinden sich vier Beschuldigte, die bereits selbst Kinder sexuell missbraucht haben. Besonders auffällig ist die Tatsache, dass ein Großteil der Beschuldigten gut situiert, alleinstehend und ledig ist", heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Ministeriums des Innern und des Ministeriums der Justiz Sachsen-Anhalt.



Meistgelesen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 8,99€
  2. 399,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

reign 13. Jan 2009

geh bei ne andere polizei

Mo Binusch 11. Jan 2007

Wie wäre es mit dieser Definition: Mit Rasterfahndung wird eine besondere...

nichtszuverbergen 10. Jan 2007

Hoppla ich les da gerade auf Seite 7 folgendes: Aus: http://dip.bundestag.de/brd/2006...

IT-Konsolidator 10. Jan 2007

++++++++++++++ IT-Konsolidator - korrigierenderweise

ratflat 10. Jan 2007

Für ganz so korrupt hätte ich das deutsche Rechtssystem jetzt nicht gehalten, aber...


Folgen Sie uns
       


Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live

Nach der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten sprach sich am Mittwoch in Brüssel auch der Rechtsausschuss des Europaparlaments für ein Recht aus, das die digitale Nutzung von Pressepublikation durch Informationsdienste zustimmungspflichtig macht. Ein Uploadfilter, der das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern soll, wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch was bedeutet diese Entscheidung am Ende für den Nutzer? Und wer verfolgt eigentlich welche Interessen in der Debatte?

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live Video aufrufen
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter: Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter
Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt

Das Europaparlament entscheidet am Donnerstag über das Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch Gegner und Befürworter streiten bis zuletzt, worüber eigentlich abgestimmt wird. Golem.de analysiert die Vorschläge.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrecht Europaparlament bremst Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  2. Urheberrecht Freies Netz für freie Bürger
  3. Leistungsschutzrecht Verleger attackieren Bär und Jarzombek scharf

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

    •  /