Erstes Sideshow-Notebook mit Zweitdisplay kommt von Asus
Das Asus W5Fe basiert auf der Serie W5F , die bereits seit Mitte 2006 auch in Deutschland verkauft wird. Die Subnotebooks wurden jetzt um größere Festplatten (80 bis 160 GByte) und Intels Core 2 Duo ergänzt. Die CPUs sind vom Modell T5500 mit 1,66 GHz bis zu Intels schnellstem Mobilprozessor, dem T7600 bei 2,33 GHz, mit Asus' neuen Notebooks zu haben. Das W5Fe kommt in Deutschland erst im März 2007 auf den Markt, die Preise der verschiedenen Ausstattungen stehen noch nicht fest.
Die Besonderheit der neuen Unterwegsrechner ist das dem Hauptmonitor gegenüber liegende Farbdisplay mit 2,8 Zoll Diagonale und 320 x 240 Pixeln Auflösung auf der Außenseite des Notebook-Deckels. Es wird über Microsofts nur mit Windows Vista verfügbare Funktion "Sideshow" angesteuert und lässt sich auch in Betrieb nehmen, wenn das Notebook geschlossen und ausgeschaltet ist – ähnlich dem Zweit-Display bei einem Klapphandy.
Der kleine Sideshow-Monitor soll bei ausgeschaltetem Notebook unter anderem E-Mail-Benachrichtigungen oder Kontaktdaten und Kalender-Einträge aus Anwendungen wie Microsofts Outlook anzeigen. Aber auch die Übertragung anderer Daten, etwa Digitalfotos, auf die Außenseite des Notebooks ist möglich. Dafür müssen über definierte Programmierschnittstellen so genannte "Gadgets" geschrieben werden.
Während sich Microsoft bisher zur Funktion von Sideshow recht bedeckt hält, hat Asus in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) nun erklärt, dass das Zusatz-Display nicht direkt Daten aus einem Netz abrufen kann, etwa von einem Mail-Server. Dafür kann der Zweit-Monitor aber den Rechner aus einem Schlafzustand aufwecken. Der PC überträgt die Daten dann in einen Flash-Speicher des Sideshow-Displays und legt sich wieder schlafen. Dieser Vorgang kann auch in bestimmten Abständen automatisch erfolgen. Asus hat beim W5Fe für die Daten 1 GByte Flash-Speicher vorgesehen.
Zwar ist damit die Erwartung zunichte, neue Mails würden beispielsweise in einer Besprechung automatisch sofort auf dem zugeklappten Notebook angezeigt – und Push-Dienste wie mit einem Blackberry haben weiter ihre Daseinsberechtigung. Andererseits erscheint das Verfahren sinnvoll, da der größte Stromfresser (das Display) in einem Notebook nur für das Abrufen von Mails oder anderen kleinen Datensätzen nicht eingeschaltet werden muss.
Da Sideshow-Displays sich an ihren Host-PC laut Microsofts Entwickler-Unterlagen(öffnet im neuen Fenster) über beliebige Schnittstellen wie USB, Bluetooth, aber auch TCP/IP anbinden lassen, dient die Technologie nicht nur für Zusatz-Displays für Notebooks. Nvidia hat bereits eine Entwicklungsplattform für drahtlose externe Displays oder Fernbedienungen angekündigt .
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