Extrem dünner Lichtleiter aus Kohlenstoff-Nanoröhren
Den Forschern gelang es, Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 und 750 Nanometer durch ein Kabel zu übertragen, dessen Durchmesser bei rund 300 Nanometer liegt. Anwendungen sehen die Physiker bei hocheffizienten und preisgünstigen Solarzellen oder extrem kleinen lichtbasierten Schaltgeräten zum Einsatz in optischen Computern.
Dabei setzen die Forscher des Boston College auf einer ihrer früheren Arbeiten auf und nutzen eine extrem kleine Antenne, die Lichtwellen auf eine ähnliche Art einfängt wie herkömmliche Antennen Radiowellen. Diesmal entwickelten sie aber eine Art extrem dünnes Coaxial-Kabel, das Licht statt elektromagnetische Wellen leitet und dessen Struktur es erlaubt, Signale mit Wellenlängen zu transportieren, die größer sind als der Durchmesser des Kabels.
Das "Nanocoax" getaufte Kabel besteht aus einer Struktur von Kohlenstoff-Nanoröhren. Die Forscher konnten damit grünes und rotes Licht von einem zum anderen Ende des Kabels übertragen, was darauf schließen lässt, dass auch andere Frequenzen aus dem Spektrum des sichtbaren Lichts damit transportiert werden können.
Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse in der am 8. Januar erschienenen Ausgabe des Applied Physics Letter.