OLPC: Benutzeroberfläche "Sugar" ist fertig

Kindgerechtes Interface für das 100-Dollar-Notebook

Die Organisation "One Laptop per Child" (OLPC) hat ein erstes Bild und eine Beschreibung der Benutzeroberfläche des Bildungs-Notebooks für die Dritte Welt veröffentlicht. Das Interface ist grafisch gestaltet gehalten und setzt vor allem auf einfache Symbole.

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Mit der Vorstellung der "Sugar" genannten Benutzerschnittstelle hat die Non-Profit-Organisation OLPC auch wieder einmal eine ihrer seltenen Pressemitteilungen vorgelegt, da die Oberfläche des Geräts recht erklärungsbedürftig ist. Sie ist für Menschen gedacht, die keinerlei Erfahrung mit Computern haben und dennoch an die bewährten Strukturen der PC-Geschichte angelehnt.

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Dennoch heißen viele Elemente anders. Statt Programmen gibt es "Aktivitäten", der Desktop ist die "Nachbarschaft", und Dateien werden "Objekte" genannt. Die Nachbarschaft ist auch eine der vier Hauptansichten, die Sugar bietet. Dazu kommen noch "Home", "Freunde" und "Aktivitäten". Nur in der Ansicht der Aktivitäten laufen die Programme auf dem ganzen Bildschirm. Sonst ist stets ein Rahmen um die Darstellung gelegt, der eine herkömmliche Menüleiste ersetzt.

OLPC-Oberfläche 'Sugar'
OLPC-Oberfläche 'Sugar'


Im unteren Teil des Rahmens sind wie in einer Statusleiste eines anderen Betriebssystems Hinweise zu sehen, etwa auf Einladungen von anderen Benutzern, an einer Aktivität teilzunehmen. Das im Wortsinne "vernetzte Lernen" ist eine der zentralen Idee der Initiative. Da die Notebooks auch ohne vorhandene Infrastruktur über WLAN Mesh-Netzwerke bilden können, lassen sich die Anwendungen, etwa Lernspiele, auch gemeinsam nutzen. Solche Ansätze wurden unter anderem in von Microsoft finanzierten Studien zum Lernen am Computer von Wissenschaftler bestätigt. Microsoft ist jedoch bei OLPC nicht beteiligt - die Benutzeroberfläche "Sugar" setzt auf einem stark modifizierten Linux auf.

Die Vernetzung der OLPC-Rechner zieht sich quer durch die Oberfläche. So werden sinnvollerweise unter "Nachbarschaft" die Ressourcen von eventuell vorhandenen Servern auch dargestellt. Das können beispielsweise lokale Intranets von Gemeinden sein, die dort örtliche Informationen ablegen. Über die Mesh-Vernetzung, wo jeder Rechner auch als Access Point und Router dient, ist kein flächendeckendes WLAN erforderlich.

Diese Funktionen benötigen Rechenleistung und damit Strom. So ist auch den Blog-Einträgen der OLPC-Entwickler zu entnehmen, dass sie derzeit vor allem an den Stromsparfunktionen ihres Linux tüfteln. So ist der "Tick", der rund 100 Mal in der Sekunde laufende Nachrichtendienst von Linux, inzwischen abgeschafft, damit die Rechner sich bei Inaktivitäten öfter schlafen legen können.

In seiner Pressemitteilung nennt die OLPC ihre Rechner inzwischen "XO Laptop Computer". Damit dürfte das Ende 2006 vorgestellte Modell "B1" in Form eines Convertible-Tablet-PCs gemeint sein, die OLPC entwickelt aber auch andere Formfaktoren.

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