Falcon: Frühe Version von MySQLs neuer Storage-Engine
Jim Starkeys Storage Engine "Falcon" ist für Transaktions-basierte Applikationen mit hohem Traffic ausgelegt, z.B. den Einsatz in Web-2.0-Applikationen. Dazu unterstützt sie "Multi Version Concurrency Control" (MVCC), was es erlaubt Datensätze und Tabellen ohne "Row-Level-Locking" zu aktualisieren, ein Locking während eines "Updates" ist dabei nicht notwendig. Dennoch soll Falcon transaktionssicher (ACID-konform) sein und mehrere gleichzeitige Transaktionen verarbeiten.
Zudem nutzt Falcon erweiterte B-Tree-Indizes und speichert seine Daten auf der Festplatte in komprimierter Form ab. Kompression und Dekompression werden "On-the-Fly" abgewickelt. Zudem werden Daten und Indizes in einem Cache gehalten, so dass keine Index-Daten von der Platte geladen werden müssen.
Entsprechend ist Falcon gezielt für Systeme ausgelegt, die mit viele Speicher, Threads und CPU-Kernen umgehen können, zielt also primär auf moderne 64-Bit-Systeme ab. Lauffähig ist Falcon aber auch auf 32-Bit-Systemen.
Derzeit ist die Storage-Engine Falcon nur in einer Alpha-Version in einem gesonderten Code-Zweig von MySQLs Bitkeeper-Repository(öffnet im neuen Fenster) zu finden und läuft nur unter 32- und 64-Bit-Linux-Systemen sowie unter 32-Bit-Windows. Weitere Betriebssystem sollen nach Veröffentlichung einer Alpha-Version folgen.
Weitere Details zu Falcon verrät das MySQL-Handbuch(öffnet im neuen Fenster) und ein von Mike Kruckenberg veröffentlichtes Video(öffnet im neuen Fenster) von Jim Starkeys Vortrag auf einem MySQL-Treffen in Boston. Allerdings ist das Video nicht von sehr hoher Qualität.
Jim Starkey hat einst mit InterBase die erste relationale Datenbank entwickelt, die Multi-Versioning, Trigger und Arrays unterstützte.
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