Abo
  • Services:

23C3: Bericht über Erfolge gegen holländische Wahlcomputer

Für die Initiative ging es nicht nur um Probleme der Computersicherheit, sondern vor allem um Vertrauensprobleme. Denn in den Niederlanden werden die Wahlgeräte nach Meinung der Anti-Wahlcomputer-Aktivisten nur unzureichend überprüft. Geprüft werde laut Gonggrijp etwa die elektrische Verträglichkeit oder die Fähigkeit, Wasser abzuweisen. Zudem habe die Firma Brightsight, die die Geräte testet, keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem Staat, wie bemängelt wurde.

Stellenmarkt
  1. Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  2. Lidl Digital, Heilbronn

Problematisch ist zudem, dass zumindest die SDU-Wahlcomputer die Wahl selbst zu einem ausgelagerten Projekt machen. Die SDU-NewVote-Wahlcomputer senden ihr Stimmergebnis etwa nicht direkt an den Staat, sondern an die privatisierte SDU (vergleichbar mit der hier zu Lande privatisierten Bundesdruckerei) über ein eingebautes GPRS-Modem. Erst die SDU selbst sendet dann die Wahlergebnisse gesammelt an die entsprechenden Stellen.

In Sachen Sicherheit haben zudem beide Geräte das von der Initiative aufgedeckte Problem von ausgesendeten und damit abhörbaren Funkstrahlen. Für die Niederlande gilt daher, dass sich außer dem Wahlhelfer und dem Wähler niemand innerhalb von fünf Metern einer Nedap-Maschine aufhalten darf. Bei den SDU-Wahlcomputern soll das Auslesen sogar auf 25 Meter möglich gewesen sein, welche daher kürzlich von Wahlen ausgeschlossen wurden.

Einige Tipps für Deutschland hatte Gonggrijp auch für eine hier zu Lande zu erwartende Kampagne bereit: Zum einen empfahl er, das Informationsfreiheitsgesetz zu nutzen, um an die für das E-Voting relevanten Daten zu kommen. Zum anderen sollte hier zu Lande ebenfalls ein Nedap-Wahlcomputer beschafft werden, um offizielle Behauptungen zu entkräften, dass die Nedap-Geräte für die Niederlande und Deutschland nicht vergleichbar seien.

Laut Gonggrijp sind die Geräte durchaus vergleichbar, die Modifikationen nur minimal, um der hier zu Lande vorgesehenen Wahlstatistik zu dienen. Es ist ein aus den 80er-Jahren stammendes Geräte-Design mit Motorola-68000-Prozessor und auch die deutschen Geräte müssten über die Funkemissionen des LC-Displays das Wahlergebnis aussenden, meint Gonggrijp.

Die Niederlande haben vorgemacht, dass es durchaus möglich ist, etwas zu bewegen, so Gonggrijp weiter. Sein Fazit fällt aber durchaus kritisch aus: Offizielle Aussagen der Politik seien nur allzu oft damit verknüpft, dass das Problem der Zugang zu den Wahlcomputern sei. So will die Politik mit Sicherheitsmaßnahmen einen direkten Zugriff auf die Wahlcomputer verhindern. Das eigentliche Problem der Manipulation würden jedoch weder Politiker noch der Hersteller anerkennen, so Gonggrijp. Außerdem zog die Kampagne einige Verschwörungstheoretiker an, die dem Anliegen nicht unbedingt geholfen haben.

Ein Verbot der Nedap-Wahlcomputer über den Rechtsweg zu erwirken, sieht die Initiative - zumindest im Moment - nicht mehr als Option. Zum einen befürchte man, tatsächlich zu gewinnen und die Niederlande hätten dann laut Gonggrijp als "Plan B" nur eine Verschiebung der Wahl als Option.

 23C3: Bericht über Erfolge gegen holländische Wahlcomputer23C3: Bericht über Erfolge gegen holländische Wahlcomputer 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. LG OLED55C8LLA für 1.699€ und Logitech Harmony 350 für 22€)
  2. 63,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis 127,89€)
  3. (u. a. Lust for Darkness für 11,49€ und Ghost of a Tale für 14,99€)
  4. 57,90€ + 5,99€ Versand (zusätzlich 15€ Rabatt bei Zahlung mit Masterpass)

demon driver 29. Dez 2006

---------------------------- Das ist mir ein zu plattes Durchhaltegeschwurbel. "Dran...

motzerator 29. Dez 2006

Es dürfte doch nicht so schwer sein, die Vorteile der elektronischen Stimmauszählung mit...

good idea oh lord 28. Dez 2006

Ob die Wahl manipuliert wird oder nicht, entscheidet nur darüber ob mir das Geld von...

Andreas Sebayang 28. Dez 2006

Hallo, Damit waren vor allem Alien-Liebhaber, Illuminaten-Anhänger und ähnliches gemeint...


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Jurassic World Evolution im Test: Das Leben findet einen Weg
Jurassic World Evolution im Test
Das Leben findet einen Weg

Ian Malcolm hatte recht: Das Leben wird ausgegraben und gebrütet, es frisst und stirbt oder es bricht aus und macht Jagd auf die Besucher. Nur leider haben die Entwickler von Jurassic World Evolution ein paar kleine Design-Fehler begangen, so wie Henry Wu bei der Dino-DNA.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Vampyr im Test Zwischen Dracula und Doktor
  2. Fe im Test Fuchs im Farbenrausch
  3. Thaumistry: In Charm's Way im Test Text-Adventure der ganz alten Schule

3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
3D-Druck on Demand
Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
Ein Praxistest von Achim Sawall


    Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
    Sonnet eGFX Box 650 im Test
    Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

    Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
    2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
    3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

      •  /