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ZFS für FUSE schreibt Daten

Neue Vorabversion mit Schreibzugriff. Die nun verfügbare Alpha-Version von "ZFS on Linux" 0.4.0 bietet erstmals Schreibzugriff auf ZFS-Dateisysteme. Die Portierung von Suns Entwicklung nutzt das "File System in Userspace" (FUSE), das im offiziellen Linux-Kernel enthalten ist.
/ Julius Stiebert
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ZFS für Linux 0.4.0 befindet sich noch in der Alpha-Phase, so dass der Entwickler zur Vorsicht beim Einsatz rät. Auch die Leistung der neuen Version soll noch sehr schlecht sein, sich aber bis zur fertigen Version 0.4.0 verbessern, da dann unter anderem Unterstützung für Kernel-Caching integriert sein wird.

Die Vorabversion von ZFS für Linux 0.4.0 bietet erstmals auch Schreibzugriff auf ZFS-Partitionen. Möglich ist es ansonsten bereits, ZFS-Pools, Dateisysteme und Schnappschüsse zu erstellen und zu verändern. Auch verschiedene RAID-Level unterstützt die ZFS-Implementierung für Linux, ebenso wie die Komprimierung von Dateisystemen und die selbstständige Fehlererkennung des Dateisystemes.

Sobald ZFS für Linux 0.4.0 fertig ist, sollen auch Dateisperren sowie verschiedene Mount-Optionen möglich sein. Die Version 0.5.0 wird nach ausführlichen Tests dann voraussichtlich zur Version 1.0.

ZFS ist ein von Sun entwickeltes 128-Bit-Dateisystem, das vom Locigal-Volume-Manager und RAID bekannte Funktionen vereint. Physische Partitionen werden zu einem so genannten "Pool" zusammengefasst, in dem sich wiederum logische Partitionen anlegen lassen, deren Größe man beliebig ändern kann. Des Weiteren bietet ZFS auch Funktionen, die die Datei-Integrität sicherstellen, beispielsweise eine Kombination aus Prüfsummen und Copy-on-Write-Mechanismen. Fehler können automatisch im Hintergrund korrigiert werden, dynamisches Striping soll für eine erhöhte I/O-Geschwindigkeit sorgen.

Sun hat ZFS zwar als Open Source veröffentlicht, nutzt dabei aber seine eigene Common Development and Distribution License (CDDL). Diese ist zwar von der Open Source Initiative als Open-Source-Lizenz anerkannt, nach Meinung der Free Software Foundation allerdings inkompatibel zu der GNU General Public License (GPL). Da der Linux-Kernel unter den Bedingungen der GPL veröffentlicht wird, ist eine Integration von ZFS folglich nicht möglich. Die ZFS-Portierung für Linux bedient sich daher des "File System in Userspace" (FUSE), das seit Linux 2.6.14 Bestandteil des offiziellen Kernels ist.

Die Vorabversion von ZFS für Linux 0.4.0 steht bei berlios.de(öffnet im neuen Fenster) zum Download zur Verfügung.


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