Hans Reiser will seine Firma verkaufen
Nina Reiser wurde zum letzten Mal am 3. September 2006 gesehen, als sie die Kinder des Paares bei ihrem getrennt lebenden Mann Hans Reiser vorbeibrachte. Seit dem ist sie verschwunden, die US-Behörden gehen von Mord aus, doch auch ihre Leiche wurde nicht gefunden. Nina und Hans Reiser waren seit 1999 verheiratet, lebten aber bereits seit 2004 getrennt; die Scheidung lief.
Im Oktober 2006 nahm die Polizei von Oakland, Kalifornien, dann Hans Reiser unter Mordverdacht fest. Derzeit sitzt er noch immer in Untersuchungshaft. Zuletzt wies die Polizei nach, dass in Reisers Haus und Auto gefundenes Blut von seiner Frau stammt(öffnet im neuen Fenster) . Reisers Anwalt hingegen ist überzeugt, dass dies noch nichts beweisen würde(öffnet im neuen Fenster) .
Bereits nach Reisers Verhaftung fragten sich einige Entwickler, wie es nun mit seiner Firma Namesys weitergehe, die für die Entwicklung des Dateisystems verantwortlich ist. In einem Interview mit Wired(öffnet im neuen Fenster) gab Hans Reiser nun an, dass Namesys zum Verkauf stünde – er brauche das Geld um seinen Anwalt weiter bezahlen zu können. "Ich fühle mich, als würde ich in George Orwells '1984' feststecken" , so Reiser, der die Tat bestreitet. Reisers Anwalt William DuBois bezeichnete den Verkauf als Gelegenheit um die Firma zu einem Spottpreis zu erstehen. "Wir begrüßen alle Geier" , so DuBois gegenüber Wired. Die Voruntersuchung wird am 2. Januar 2007 fortgesetzt.
Zwar sind die Dateisysteme ReiserFS und Reiser4 als Open Source und kostenlos erhältlich, Namesys nimmt jedoch Geld für Support ein, womit wiederum Entwickler bezahlt werden. Wie genau die Entwicklung im Falle einer Verurteilung Reisers weitergehen würde, ist somit noch nicht geklärt.



