Maxspot - Kostenloses WLAN soll lokalen Handel fördern

Bei Maxspot kann sich der Hotspot-Betreiber entweder einen fertigen Maxspot-Router mit Garantie kaufen oder selbst einen vorhandenen und kompatiblen WLAN-Router mit Maxspot-Firmware versehen. Letztlich muss dann nur noch eine DSL- oder Kabelanbindung vorhanden sein, um den Router anzumelden und die Internet-Verbindung zur Verfügung stellen zu können.
Damit der Hotspot-Betreiber später nachweisen kann, dass jemand anderes über die Verbindung Unfug getrieben hat, gibt es wie bei Fon und SofaNetworks eine Aufzeichnung der Verbindungsdaten. Filesharing lässt sich laut Maxspot auf Wunsch des Hotspot-Betreibers effektiv unterbinden, wobei nicht nur die Ports gesperrt, sondern auch die Pakete untersucht werden. Die unklare rechtliche Situation wegen der Haftungsfrage für Hotspot-Betreiber bei Mißbrauch durch Dritte macht allerdings auch Maxspot zu schaffen.
Die Firmware kann automatisch aktualisiert werden, so dass die Hotspots relativ wartungsfrei sein sollen. Durch Bridges (WDS) soll sich das Betreibernetz zudem erweitern lassen. Ab Anfang 2007 will das Maxspot-Team der Firmware dann auch noch zwei getrennte SSIDs unterstützen, ähnlich wie bei Fon, um den Hotspot gleichzeitig auch noch anderweitig nutzen zu können.
Wer einem Maxspot-Hotspot besucht, sieht zuerst eine Webseite mit Login-Bereich und einem Frame, in dem der Betreiber Nachrichten hinterlassen kann. Benachbarte Café- oder Shop-Betreiber könnten darauf laut Maxspot-Geschäftsführer Falk Eckert gegenseitig füreinander Werbung machen. Nach der Anmeldung gelangt der WLAN-Nutzer auf eine Begrüßungs-Webseite, die für 5,- Euro/Monat gemietet werden kann.
Hotels, Cafés und Einzelhändler können laut Eckert auf der Begrüßungsseite beispielsweise auf ihre Dienstleistungen oder die ihrer Nachbarn hinweisen, während die Kunden wegen des kostenlosen WLANs länger verweilen und hoffentlich auch mehr Geld da lassen. Vor allem der lokale Handel könnte damit gestärkt werden, so die Hoffnung.
Aus diesem Grunde hat Maxspot auch bereits Partnerschaften mit Google und GoYellow angekündigt – beide bieten Straßenkarten, wodurch die unmittelbare Umgebung des Hotspots für den Nutzer visualisiert werden könnte. GoYellow ist zudem eine Telefon- und Branchenauskunft. Damit könnten Location Based Services leichter angeboten werden.
Die Browser-Authentifizierung sieht Eckert nicht als Problem, wenn es darum geht, Geräte wie WLAN-fähige Internet-Telefone und Spielekonsolen eine Verbindung zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Herstellern könnte die Liste der entsprechenden MAC-Adressen in der Firmware freigeschaltet werden, um sie so herein zu lassen.
Die nötigen Kontakte zur Industrie und den Türöffner für weitere wichtige Partnerschaften dürfte dabei auch der weitere Maxspot-Geschäftsführer, Prof. Michael Rotert, mit sich brigen. Rotert ist nicht nur Vorstandsvorsitzender(öffnet im neuen Fenster) des Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco e.V., sondern auch Präsident der EuroISPA (Europäische Internet Service Provider Association) und Gründungsmitglied der Internet Society, DE-NIC und weiterer Interneteinrichtungen.
Das Maxspot-Team hat ehrgeizige Ziele – es strebt eine ähnliche, internationale Reichweite wie Fon an, ohne deren finanziellen Mittel zu haben. Noch ist die Zahl der Maxspot-Hotspots zwar vergleichsweise klein, der Dienst ist allerdings auch gerade erst aus seiner Erprobungsphase heraus und will in diesen Tagen erst mit mehr Öffentlichkeitsarbeit auf sich aufmerksam machen. Vor allem durch das "völlig freie Modell" , möglichst viele örtliche Infos, durch Schulungen und ein kleines Marketingpaket für Maxspot-Hotspot-Betreiber.