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USA: Energiehunger der Serverzentren soll reduziert werden

Klingonen-Raumschiff AMD-Campus. Vertreter von Intel, AMD und IT-Konzernen wie Microsoft, Oracle sowie Hardware-Hersteller wie Hewlett-Packard und Dell haben sich im kalifornischen Firmensitz von AMD zusammen mit Vertretern der US-Umweltschutzbehörde EPA getroffen, um Lösungen zum enormen Energiebedarf der Serverzentren zu finden, berichtet das Wall Street Journal.
/ Andreas Donath
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Dem Bericht zufolge soll sich in der Branche langsam die Einsicht breit machen, dass sich etwas ändern muss, um sowohl die Umwelt zu entlasten als auch die massiv steigenden Stromkosten zu senken, die durch das rapide Wachstum von Serverzentren entstehen. Auch der Energieverbrauch von Büro-Rechnern soll gesenkt werden. Nach Angaben von HP macht mittlerweile der Stromverbrauch 40 Prozent der Gesamtbetriebskosten eines Datenzentrums aus.

Nicht nur der primäre Energiebedarf der Server, sondern vor allem die erforderlichen Kühlmaßnahmen sind in den letzten Jahren rapide angestiegen. Innerhalb von sechs Jahren sei der Durchschnittsverbrauch pro Server von 250 auf 400 Watt angestiegen, teilte das Marktforschungsunternehmen IDC mit.

Die US-amerikanische Energiebehörde EPA arbeitet bereits an Benchmarks, um den Energieverbrauch standardisiert bewerten zu können. Zunächst ist ein Standard für Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Ähnliches entwickelt worden, ein Industrie-Standard soll 2007 folgen.

Das US-Energieministerium DOE will mit seinen Experten und der Industrie zusammenarbeiten, um effizientere Rechenzentren einzurichten. Sollte die Kooperation Früchte tragen, will man Ähnliches auch mit anderen energieintensiven Branchen wie der Papierindustrie in Angriff nehmen.

Das Wall Street Journal berichtet von einer amüsanten Äußerung eines Intel-Managers, der das erste Mal AMDs Firmengelände betrat: Es sei für ihn wie der Besuch eines Klingonen-Raumschiffs gewesen.


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