Doch kein Aus für DVD in China

Alles nur ein Missverständnis

Nachdem eine Reihe führender chinesischer Hersteller von DVD-Playern das Aus für die DVD verkündet hatte, machten sie nun einen Rückzieher. Nach dem Motto "War nicht so gemeint" beruhigen sie die Lieferanten von Chips für DVD-Laufwerke mit der Nachricht, dass sie lediglich weniger DVD-Laufwerke herstellen wollen als bisher.

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Die Nachricht ging Anfang Dezember 2006 um die Welt: Bis Ende 2008, so hieß es in der China Daily, solle die Produktion von DVD-Playern auslaufen. Als Ersatz solle die Enhanced Versatile Disc (EVD), eine chinesische Eigenentwicklung, in die Haushalte Einzug halten. Auf diese Weise wollten die Hersteller nicht nur teure Lizenzgebühren an die Halter der DVD-Patente sparen, sondern gleichzeitig den neuen, teuren Medien HD-DVD und Blu-ray eine billige Alternative entgegensetzen.

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Mit der Ankündigung hatten die DVD-Player-Hersteller für erhebliche Unruhe unter ihren Technologie-Lieferanten gesorgt. Die Hersteller von Chipsätzen für DVD-Laufwerke sahen ihr profitables Geschäft bedroht. Anrufe bei den Mitgliedern der EVD-Allianz beruhigten sie sehr schnell. Die Ankündigung der EVD-Allianz "stimmte nicht", wie Tim Vehling von LSI Logic aus Anrufen bei Herstellern erfuhr.

Die Hersteller sind vorsichtig: "Wir würden es nicht riskieren, aus der Produktion von DVD- oder HD-DVD-Playern auszusteigen, einzig und allein um einen einheimischen Standard zu unterstützen", sagte Chao Chen von Amoi Electronics gegenüber der EETimes.

Amoi Electronics ist ebenfalls Mitglied der EVD-Allianz. Statt eines plötzlichen Wechsels streben die Hersteller vielmehr an, die Produktion von Laufwerken mit der konkurrierenden EVD-Technik allmählich zu steigern. Schätzungen reichen von einem Verhältnis DVD:EVD von 35 zu 65 bis 50 zu 50 Prozent der produzierten Abspielgeräte im Jahr 2008.
[von Robert A. Gehring]

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