Apple-Händler klagen über Lieferengpässe
So könne beispielsweise Gravis nach eigenen Angaben 10 bis 15 Prozent mehr Produkte von Apple umsetzen, wenn sie denn geliefert würden. Gravis unterhält nicht nur einen Online-Shop, sondern auch eine bundesweite Kette von Filialen.
Auch der Onlinehändler Cyberport, mit 100 Millionen Euro Jahresumsatz ein Branchenschwergewicht, beklagte sich gegenüber der Wirtschaftswoche über Apples Geschäftsgebaren. So seien besonders iPod nano, der iPod shuffle und das Notebook MacBook Pro kaum zu liefern. Besonders ärgerlich sei für die Händler, dass Apple auf seiner eigenen Onlineshop-Website beispielsweise für einen MacBook Pro eine Lieferzeit von 3 Tagen, im Falle des 17er-Notebooks sogar von 24 Stunden verspricht. Bei den Musikspielern sieht es ähnlich aus.
Angesichts von kommender Mehrwertsteuererhöhung und des Jahresendes wollen viele Kunden noch 2006 ihre Hardware kaufen. Den Händlern gehen dabei natürlich Kunden an Apple verloren, wenn sie nicht selbst liefern können.
Gegenüber der Wirtschaftswoche beteuerte Apple, dass man an alle Vertriebskanäle Waren senden würde. Ein Apple-Sprecher teilte mit, dass Händler teilweise nicht genug Ware vorbestellt haben.