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Quaero - Auf getrennten Wegen zur europäischen Suchmaschine

Deutsch-französisches Suchmaschinenprojekt in zwei geteilt

Das deutsch-französische Suchmaschinenprojekt "Quaero" wird in veränderter Form unter zwei Namen weitergeführt, da sich in Frankreich und Deutschland zwei komplett unterschiedliche Ansätze herauskristallisiert haben. Während die deutschen Beteiligten eher an einer semantischen Suche arbeiten, um durch inhaltliche Analyse der Suchanfrage bessere Ergebnisse zu finden, favorisieren die französischen statistische Suchtechnik, ähnlich wie auch Google.

Artikel veröffentlicht am ,

Vor wenigen Tagen fiel deshalb laut Informationen von Golem.de die Entscheidung, die Entwicklung getrennt fortzusetzen, da die konzeptionellen Unterschiede derzeit ein Gemeinschaftsprojekt wenig sinnvoll erscheinen lassen. Während in Frankreich Quaero fortan eine rein statistische Suchmaschinen-Technik entwickelt wird, wird in Deutschland unter dem Projektnamen "Theseus" künftig an semantischer Suchtechnik gearbeitet.

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Keiner der Beteiligten will das als Scheitern des Projekts verstanden wissen, obwohl Quaero und Theseus klar voneinander getrennt sind. Auch wenn derzeit auf Grund der komplett unterschiedlichen Ansätze keine Synergien zu finden seien, wolle man sich in Zukunft in gewissen Zeitabständen zusammensetzen, um evtl. Teilbereiche doch wieder in Kooperation entwickeln zu können. Vor der Teilung wurde Quaero - ausgelöst durch eine gegen den Einfluss von Google gerichtete Rede des französischen Präsidenten Jaques Chirac - oft als Konkurrenz zu Google gesehen. Es sei jedoch illusorisch, sich auf staatlicher Ebene auf das Schlachtfeld mit dem finanziell gut bestückten Google zu begeben, heißt es seitens der Beteiligten. Vielmehr gehe es um neue Anwendungsmöglichkeiten von Suchtechnik in der Wirtschaft, die damit gefördert werden soll.

Quaero und Theseus bestehen jeweils aus verschiedenen Einzelprojekten, bei denen auf Synergien gehofft wird. Während in Deutschland die Bertelsmann-Tochter Empolis die Theseus-Entwicklung koordiniert, leitet in Frankreich der Elektronikkonzern Thomson die Quaero-Projekte. Ob eine spätere Zusammenführung der fortan getrennt entwickelten Projekte möglich ist, bleibt abzuwarten.

Die beantragten Fördergelder für das ehemalige Gemeinschaftsprojekt müssen zwar noch von der Europäischen Union geprüft werden, da die Bewerbung um Mittel aber jeweils national vonstatten geht, soll zumindest die Trennung in Quaero und Theseus kein Problem sein.

Das deutsch-französische Suchmaschinen-Gemeinschaftsprojekt Quaero wurde im Frühsommer 2005 auf staatlicher Ebene vereinbart, mit dem Ziel, eine von der europäischen Wirtschaft nutzbare Suchtechnik entwickeln zu können. Auf französischer Seite wurde sehr früh mit der Konzeption gestartet - während in Deutschland noch der Wahlkampf lief, so Kritiker aus der Wirtschaft.

Anfang 2006 ging es dann auch in Deutschland los - nach dem Ausstieg der Telekom und dem Einstieg von Empolis. Bei Bertelsmann will man Zweifel an der Kompetenz der eigenen Tochter nicht gelten lassen, das Unternehmen verfüge über eine hohe Kompetenz auch im Bereich Suchtechnik, sowohl bei semantischer als auch statistischer.



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Ich stampf... 22. Dez 2006

Und aus diesem Grund ist es auch ziemlich schlau, diesen Firmen diese Aufgabe zu...

DMS 21. Dez 2006

Du bringst es ziemlich genau auf den Punkt.

huahuahua 21. Dez 2006

"[...]Vor wenigen Tagen fiel deshalb laut Informationen von Golem.de die...

Master_t2 20. Dez 2006

Du meinst Larry und Sergey ;-)

simart 20. Dez 2006

und jeder kann machen was er will. So werden sie niemals Google das Wasser riechen.


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